Montag, 10. April 2017

Was ist bisher passiert? März-Rückblick

Ein Monat ist schon um, das ist ein Sechstel des Austausches in Deutschland. In der letzten Zeit bin ich kaum zum Bloggen gekommen, da ich, wenn ich mal nicht irgendwelche Hausaufgaben machen oder für Schulaufgaben lernen musste #achtseitenauswendiglernen, mich dann nicht dem Blog, sondern meiner Austauschschülerin Annaëlle gewidmet habe.

Annaëlle wurde von ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester gebracht. Sie haben dann bei uns übernachtet und sind am nächsten Tag wieder heimgefahren. In der Schule ist sie sieben Tage mit mir in die Klasse gegangen und nun geht sie in die zehnte Klasse und für den Deutschunterricht in die siebte. Das Voltaire-Programm sieht nämlich vor, dass die Austauschschüler nicht in die gleiche Klasse gehen, sondern in getrennte, weil es sonst ziemlich schnell zu Konflikten kommen kann, wenn zwei Jugendliche 365/24/7 aufeinander sitzen. Der Schulstoff in der zehnten Klasse ist ein wenig zu schwierig für Annaëlle, allerdings ist der französische Lehrplan nicht mit dem deutschen zu vergleichen, da man dort Inhalte früher bespricht, die bei uns erst in der Oberstufe dran kommen und umgekehrt.

Wir haben schon ein bisschen was gemeinsam unternommen, aber auch getrennt. Einmal war sie zum Beispiel selber shoppen in der Stadt unserer Schule, da ich keine Zeit hatte. Sie hat auch das aktuelle Bildungsfernsehen jeden Donnerstag um 20.15 Uhr kennengelernt und es ist jetzt zur "Gewohnheit" geworden, GNTM zu gucken :D.

Sie hat schon ein paar Freundinnen gefunden und versteht sich super mit ihrer Klasse. Vor den Ferien gab es allerdings ein kleines Problem: Meine Französischlehrerin hat mir gesagt, dass Annaëlle Heimweh hat. Schock! Wir haben es ihr nicht angemerkt und natürlich hat sie auch nichts gesagt, denn wenn ich Heimweh hätte, würde ich es meiner Gastfamilie wahrscheinlich als letztes erzählen, sondern erst meiner Familie, Freunden oder meiner Voltaire-Patin. Sie hat zu meiner Lehrerin gesagt, dass sie es etwas schade findet, dass wir so wenig unternehmen und halt jeder irgendwas arbeitet oder so. Es war leider einfach eine Art Missverständnis, da wir dachten, sie will am Wochenende lieber schlafen und chillen. Sie wollte dann diese erste Osterferienwoche in den Skiurlaub mit ihrer Familie fahren, weil sie Angst hatte, dass sie sich dann auch so langweilen wird. Ich wäre ursprünglich in der zweiten Osterferienwoche auf eine Jugendfreizeit gefahren, die habe ich jetzt aber abgesagt, da ich Annaëlle nicht mitnehmen konnte, weil sie sich da wahrscheinlich nicht so wohl gefühlt hätte. Wir haben uns aber schließlich darauf geeinigt, dass sie da bleibt - unter Umständen würde auch das Heimweh stärker statt schwächer werden, wäre sie auf den Urlaub mitgefahren.

Nun haben wir zwei Wochen Osterferien vor uns, in denen ich Zeit mit Annaëlle verbringen, ihr die deutschen Ostertraditionen beibringen und Spaß mit ihr haben kann.

Jetzt muss ich aber gehen - es gibt gleich Essen :-)

Liebe Grüße
Mila

Samstag, 4. März 2017

Neuigkeiten, Vorfreude, Arbeit

Na ihr!

Seit meinem letzten Post ist einiges an Zeit vergangen und es ist Etliches passiert. Ich freue mich so, das könnt ihr gar nicht glauben, vielleicht aber auch schon.

Jedenfalls:

Ich habe diesen dreiwöchigen Austausch letzten Herbst hauptsächlich gemacht, um zu sehen, ob mir so etwas generell taugt. Meine Schwester Lioba war nämlich mit dem Voltaire-Programm ein halbes Jahr in Frankreich (ihre Erfahrungen: Mein spezielles Jahr) und zuvor hat eine Französin ein halbes Jahr bei uns verbracht. Mir hat das supergut gefallen und seitdem wollte ich natürlich auch ins Ausland.


Im November 2016 habe ich mich dann ebenfalls für das Voltaire-Programm beworben. Und danach hieß es warten, warten und warten. Die Leute vom Programm haben mir ein Mädchen ausgesucht, welches möglichst gut zu mir passt. In meiner Bewerbung musste ich beispielsweise meinen Charakter, meine Hobbys, Interessen, was ich sonst gerne mache und noch viel mehr angeben. Die Französin ebenfalls. Als im Januar dann endlich per Post ein dicker Umschlag ankam, war ich gerade nicht zu Hause 😂. Zum Glück hat mir meine Mama per Handy die Infos geschickt, sonst wäre ich vor Neugier ja noch geplatzt! Ich darf jetzt also feierlich verkünden, dass ihr einen Post einer stolzen Voltaire-Teilnehmerin lest!


Heute ist es dann auch schon so weit. Meine Austauschschülerin A. wird von ihren Eltern und ihrer Schwester gebracht. Die Vorbereitungen laufen seit längerer Zeit – unser Gästezimmer ist gerade richtig fertig geworden. Das heißt, das frühere Zimmer meines Bruders (bevor er in ein anderes umgezogen ist), war zuerst ein allgemeines Hobby-Gäste-Zimmer und jetzt musste es wohnlich eingerichtet werden, dass A. sich da ein halbes Jahr lang wirklich wohlfühlt.



Sie hat drei neue Regale bekommen, Vorhänge, einen Himmel über dem Bett 😍, und ein paar andere Sachen. Mein Zimmer musste ich auch aufräumen *hust*, denn ihre Eltern werden bei mir nächtigen und ich schlafe bei meiner Schwester. Außerdem muss ich ja bei der Hausführung einen guten Eindruck hinterlassen ...

Und so sieht es jetzt aus! Ich finde es echt schön und würde am liebsten selbst darin wohnen 😉
Apropos aufräumen, der Blog hier braucht auch eine Renovierung *hust*. Ich habe in meinem Kopf schon halb ein schönes Design, aber das muss halt noch umgesetzt werden ...
Ich freue mich schon riesig auf die Ankunft in nur noch ganz wenigen Stunden. Vielleicht zwei oder drei :-).

Eure Mila






Samstag, 25. Februar 2017

Gute Heimfahrt! Meine Erfahrung? Trau dich!

Liebe Bloggerwelt!

Seit meinem letzten Post ist viel, viel passiert. Doch der Reihe nach:

In den letzten zwei Wochen in Frankreich habe ich nochmal einiges gelernt und auch, wenn ich in Frankreich so meine Zweifel hatte, ob mir die kurzen drei Wochen wirklich viel bringen, kann ich vollkommen bestätigen, dass jeder Auslandsaufenthalt, egal wie lange, etwas bringt. Kulturell ist natürlich klar, sprachlich sollte man natürlich auch etwas anwenden, aber auch durchs Zuhören habe ich viel gelernt 😅. Ich bin sozusagen ins kalte Wasser gehüpft (à la "ich spreche so mega gut Französisch" ähm, ja). Aber wenn man einfach immer drauf los redet und Hauptsache, der Gegenüber versteht einen, dann macht man große Fortschritte.

Als Austauschschüler ist es einem oft wirklich egal, wenn man zwischen zwei Sachen entscheiden soll, die man beide gut findet. Wenn man aber mal die Gegenseite kennenlernt, dass man als Gastgeber den anderen entscheiden lassen will, dann versteht man die Seite des Austauschschülers. Was ich damit sagen möchte: Ich habe verstanden, dass man einfach sagen soll, wie man etwas haben möchte, denn das ist wesentlich einfacher für den Gastgeber, der dem anderen natürlich einen möglichst guten Aufenthalt ermöglichen will. Natürlich sollte man darauf achten, wie man seine Meinung rüber bringt, aber ihr versteht, was ich meine.

Und genauso soll man sich aus sich raus trauen. Ich kann leichter mit Menschen umgehen, die nicht so schüchtern und zurückgezogen sind. Denen es eigentlich egal ist, weil sie alles gut finden (siehe oberer Abschnitt). Für Mitmenschen (Mitschüler, Freunde etc.) ist es dann natürlich auch leichter, wenn der Austauschschüler einfach mal was fragt oder sich ein bisschen am Gespräch beteiligt.

Ja, der heutige Post ist ein wenig wirr, aber die Message ist klar – man soll sich trauen.

Allgemein hat mir der Austausch recht gut gefallen und ich werde auf jeden Fall wieder einen machen!

In diesem Sinne einen schönen Abend und bis bald!

Eure Mila

Was ist bisher passiert? März-Rückblick

Ein Monat ist schon um, das ist ein Sechstel des Austausches in Deutschland. In der letzten Zeit bin ich kaum zum Bloggen gekommen, da ich, ...