Samstag, 14. Oktober 2017

Wie ich zu Harry Potter 2.0 wurde ...

Liebe Menschen da draußen!

Alan und Laurence in Eloyes, nahe bei Epinal, waren froh darüber, ein ganz und gar normales deutsches Gastkind zu haben, sehr froh sogar. (Dies hofft das Gastkind zumindest.) Niemand wäre auf die Idee gekommen, es könnte sich in eine merkwürdige und geheimnisvolle Geschichte verstricken, obwohl es mit solchem Unsinn eigentlich schon gerne zu tun haben wollte.
 
Als Alan und Laurence an dem später klaren und milden Dienstag, an dem unsere Geschichte beginnt, die Augen aufschlugen, war an dem noch wolkenverhangenen Himmel draußen kein Vorzeichen der merkwürdigen und geheimnisvollen Dinge zu erkennen, die bald in Epinal geschehen sollten. Alan trank seine Tasse Kaffee und Laurence aß ihr gewöhnliches Frühstück, nachdem er Annaelle und Mila zur Schule gebracht hat und selbst zur Arbeit gefahren ist.



Alle freuten sich schon auf den Abend, an dem es gemeinsam zum Jahrmarkt gehen sollte. Ab 18 Uhr war nämlich der Preis bei den Fahrgeschäften um 50 Prozent gefallen.

Um halb sieben am Abend holte Laurence Mila zu Hause ab und fuhr mit ihr gemeinsam nach Epinal, wo der Rest dann dazustieß. Es war eine muntere und fröhliche Gruppe, die Spaß am Achterbahnfahren hatte.

Doch irgendwann hatte die Familie Hunger und sie gingen zu einem Essensstand. Während Laurence und Alan noch auf das Essen warteten, wollten sich Annaelle, Marie und Mila bereits in das Zelt nebenan setzen. Sie setzten sich in Bewegung und gingen durch den Gang. Im Gegenverkehr war eine kleine Menschenmenge. Einen Moment war Mila nicht klar, was sie tun sollte - dann geschah es. 

Sie entschied sich, nach rechts auszuweichen. Dummerweise war da ein massives Schild, Mila hatte wenig Geschwindigkeit, aber es reichte, um sie mit einer blutenden und schmerzenden Wunde zu versehen.


Von diesem Moment an war sie gezeichnet mit einem strichförmigen Mal an ihrem Kopf.

Liebe Grüße,

Eure Mila 

Inspiriert von "Harry Potter und der Stein der Weisen" von J.K. Rowling

Samstag, 7. Oktober 2017

La fête foraine de la Saint-Maurice – Jahrmarkt in Epinal

Liebe Menschen da draußen,

letzte Woche ist nichts nennenswertes passiert, außer einer Sache, zu der es aber einen extra Post geben wird. 

dieses Wochenende haben Annaelle und ich quasi sturmfreie Bude. Quasi, weil meine Gasteltern über das Wochenende zu einer großen Sitzung von der Arbeit meiner Gastmutter gefahren sind, aber Annaelles Schwester und ihr Freund derweil bei uns wohnen.

In Epinal ist seit zwei Wochen, ungefähr 200 m von meiner Schule entfernt, ein Jahrmarkt "La fête foraine de la Saint-Maurice", umgangssprachlich einfach "la fête". Das ist ziemlich cool, wenn man mal mit Freunden eine Freistunde hat, gehen wir da manchmal hin oder letzten Freitag waren wir noch eine Stunde nach der Schule dort. Es gibt ein paar Fahrgeschäfte, gaaaaanz viele Essensstände, an denen man überall das Gleiche essen kann (aber sehr lecker! Churros, Waffeln, Donuts und Crêpes #cinqkilos ...) und einige Casinostände.

Heute Nachmittag sind wir dann gemeinsam nach Epinal zur "fête" gefahren. Wir haben uns dort ein wenig treiben lassen, sind Achterbahn gelaufen (ein "Haus", das man durchlaufen und verschiedene Hindernisse oder ähnliches bewältigen kann. Hört sich anstrengend an, macht aber total Spaß!), Achterbahn gefahren, haben etwas gegessen und schließlich sind wir wieder nach Hause gefahren.

Ich hatte natürlich wieder meine Kamera dabei, hier ein paar Impressionen!



Ja, man kann dort sogar Fische kaufen beziehungsweise gewinnen ...

Spiegelselfie von Annaelle und mir im Spiegellabyrinth



Liebe Grüße,

Eure Mila

Freitag, 29. September 2017

Lauter gute Noten ... #strebermagkeiner

Liebe Menschen da draußen!

Heute war ich in der Früh mit Mira unterwegs, denn ich hatte zwei Stunden frei, sie hatte zwei Stunden frei, ich ein schlechtes Gewissen, weil ich ihr am Mittwoch so kurzfristig abgesagt hatte, und sie Geburtstag.

Wir waren in der "Pâtisserie du Musée"und haben uns ein Croissant und einen Himbeermacarons geteilt. Seeeehr lecker! #cinqkilos


Nun aber zur Überschrift. Vorgestern haben wir den Mathetest zurückbekommen. Ich war schon nach einer halben Stunde als erste fertig. Der Mathelehrer kam dann zu mir und meinte, dass ich nur einen Fehler hätte. Den habe ich dann korrigiert und mich gefreut, dass sonst alles richtig ist, denn ich habe teilweise nicht mal alles verstanden ... Letztlich habe ich 19 von 20 Notenpunkten bekommen, da ich einen Flüchtigkeitsfehler noch drin hatte, aber ich bin trotzdem unter den Besten der Klasse.

Heute haben wir auch einen Englischtest zurückbekommen, hier war ich mit 17 Notenpunkten auch Klassenbeste. Ich habe auch festgestellt: Schriftlich bin ich besser als mündlich, wobei auch letzteres nachlässt ...

Letzte Woche mussten wir nämlich ein Bild einer Person beschreiben, die wir uns herausgesucht hatten. Man durfte sich auch einen Text schreiben und den auswendig lernen. Ich habe den Test dann freiweillig gemacht, weil ich in Frankreich keine Noten bekomme.

Nun, ich war nicht einmal unter den besten drei, obwohl meine Englischklasse sehr schlecht ist. Ich saß im Test aber auch teilweise dran und hätte alles auf Französisch erzählen können, aber nicht auf Englisch. Sowas nennt man wohl Blackout. Wenigstens hatte ich noch über zehn Punkte, nämlich 13. Sonst wäre es sehr peinlich geworden.


Aber auch im Schriftlichen – ich habe es zwar bemerkt –, denn ein kleines "et" statt einem "and" hatte sich zunächst bei mir eingeschlichen.

Jetzt gibt es Essen, Reste von der Woche, aber Spinatcannelloni!

Liebe Grüße,
Eure Mila

Mittwoch, 27. September 2017

Was wäre, wenn ...?

Liebe Menschen da draußen!

Heute wollte ich eigentlich nach der Schule um 17 Uhr noch bis 18 Uhr etwas mit Mira unternehmen. Kurz davor schreibt mir aber Laurence, dass Annaelle schon früher aus hat und wir schon um 17 Uhr geholt werden. Mit schlechtem Gewissen habe ich ihr abgesagt.

Als wir dann im Auto sitzen und vielleicht eine Minute gefahren sind, denke ich mir: "Vielleicht hat es ja einen Sinn, dass wir früher fahren. Vielleicht wäre um 18 Uhr ja ein Unfall passiert oder irgendwas.

Keine 30 Sekunden später haben wir an einer Kreuzung gehalten und plötzlich rumst es hinten am Auto. Laurence hat sofort nachgeschaut. Ein Junge ist uns mit seinem Fahrrad aufs Auto aufgefahren und hat eine kleine Delle hinterlassen. Der Junge, ohne Helm, hat sich vermutlich auch den Kopf angestoßen.

Ich bin im Auto drin gesessen und habe es erst einmal nicht geglaubt. Im einen Moment denke ich noch "Was wäre, wenn ...?" und Sekunden darauf passiert es.

Man könnte darüber jetzt philosophieren, aber ich lasse euch das jetzt einfach mal so stehen.

Liebe Grüße,

Eure Mila

Sonntag, 24. September 2017

"Be active", Bilder, Bowling, bekannt

Liebe Menschen da draußen!

Okay, verzeiht mir die lächerliche Überschrift, ich wollte lediglich mal was anderes als sonst immer und Alliterationen sind immer gut. Nicht? Na gut.

Mein Wochenende war gechillt. Am Samstag bin ich gegen 9 Uhr aufgewacht, habe ein wenig für den Blog gearbeitet und bin dann gegen 10.30 Uhr aufgestanden. Dann habe ich mein typisches Frühstück (Hafermatsche mit (Back-)Kakao und Banane, sehr lecker!) gefrühstückt und als ich es mir dann gerade wieder in meinem Bett zum Chillen bequem gemacht hatte, wurde ich von Alan gerufen. Annaelle und er wollten nämlich zum Joggen aufbrechen und dann haben sie an mich gedacht und gefragt, ob ich denn mitmöchte. Eigentlich hatte ich keine Lust, aber erstens: "Cinq kilos"! Und zweitens: Als ich am Donnerstag letzte Woche Joggen war, habe ich keine geeignete Route gefunden und bin irgendwo herumgeirrt auf der Suche nach einem schönen Weg. Deshalb dachte ich mir, geh doch mit, dann findest du wenigstens ne gute Route. Die habe ich jetzt auch. Das und der Sport war letztendlich eine gute Entscheidung und somit positiv. Negativ ist, dass ich mir an meinen großen Zehen, an meinem rechten Fußballen und an meinen kleinen Zehen insgesamt fünf Blasen gelaufen habe. Na super!

Am Abend sind wir dann mit der Familie von Laurences Bruder zunächst Abendessen in einem Fastfoodrestaurant und anschließend Bowlen gegangen. Das war ziemlich lustig, ich sag nur "les flèches!" (die Pfeile auf dem Boden der Bowlingbahn). Abgesehen davon bin ich letzte geworden, aber gut, es hat zumindest Spaß gemacht.


Achja, die Bilder. Mir war am Nachmittag langweilig und weil Annaelle sich schon mal fertig gemacht hat für den Abend, habe ich mich auch dezent geschminkt und bei der Gelegenheit gleich noch Fotos von mir gemacht. Die zwei Besten gibt es hier im Blog rechts in der Sidebar und bei "Über mich". Ich finde sie richtig schön!

Heute war ich wieder in der Kirche. Diesmal war es in Arches, eine sehr schöne Kirche, aber sie kam mir noch leerer vor, als letzte Woche schon. Als ich gekommen bin, stand der Pfarrer draußen und hat die Leute begrüßt. Mich hat er gefragt, von welcher Familie ich bin. "Ich bin eine deutsche Austauschschülerin." Am Ende des Gottesdienst vor dem Segen, hat er mich dann öffentlich begrüßt und gefragt, wie lange ich denn bleibe. Jetzt kennt mich die ganze Gemeinde.

Zu Mittag haben wir gegrillt, denn es war echt schönes Wetter. Die Sonne hat geschienen und es war sehr warm. Am Nachmittag habe ich mein Zimmer aufgeräumt, Staub gewischt, Staub und Spinnennetze (bäääh!) gesaugt. Nichts Besonderes also. Ich bin schon wieder viel zu spät noch auf, ich muss morgen nämlich um 6.30 Uhr aufstehen ... Dafür kann ich um 13 Uhr nach Hause, jippiiieeee!

In diesem Sinne eine gute Nacht und

Liebe Grüße,

Eure Mila

Donnerstag, 21. September 2017

Stadtführung durch Epinal und Tanzen mit Annaelle

Liebe Menschen da draußen!

Heute gab es eine Stadtführung für uns Austauschschüler. Der zweite Bürgermeister von Epinal hat uns die Kirche, die Stadtmauer und die Gebäude an der Stadtmauer oder die Häuser der Klosterschwestern früher gezeigt. Ich hab in der Kirche sogar zwei Fotos gemacht, aber die sind nix geworden. Sonst habe ich es natürlich wieder vergessen.

Es war eigentlich ganz interessant, nur irgendwann hat der Bürgermeister nur noch zu der Schulleitung gesprochen und der Deutschlehrer hat uns die wichtigsten Sachen auf Deutsch gesagt. Schade für unsere Mexikanerin und unseren Japaner, die haben kaum etwas verstanden.

Ein Foto habe ich von einer anderen Austauschschülerin. Wir waren an einem Chinesischen Turm (gibt es nur fünf Mal oder so in Frankreich) und das hat sie fotografiert.

Ich finde es so genial! 

Jetzt sind wir gerade vom Tanzen gekommen. Annaelle tanzt – wie ich – Jazz Dance. Ich darf auch immer mit zu den Stunden und ich muss sagen: Die haben vielleicht was drauf! Ich konnte mir die Schritte gar nicht alle merken und vor allem: Das ist erst der Anfang! Aber es hat Spaß gemacht, denn die Lehrerin ist Brasilianerin und hat dementsprechend eine coole Ausstrahlung.

Liebe Grüße,

Eure Mila


Mittwoch, 20. September 2017

Freizeit mit französischen und deutschen Freunden

Liebe Menschen da draußen!

Heute hatte ich mal wieder erst um 11 Uhr Unterricht ach wie schön das Leben sein kann! Allerdings musste ich schon den Bus um 9.19 Uhr nehmen, der um 9.42 Uhr in Epinal ankommt, weil der spätere zu spät ist. Ich bin dann mit Juliette und Camille (die kleine Schwester von Elsa und ihre beste Freundin) in ein Café gegangen, wo wir eine heiße Schokolade getrunken haben. Danach sind wir noch in eine Bäckerei daneben gegangen und ich habe mir ein Schokocroissant gegönnt.












In der Früh hatte ich mich bereits mit Mira, auch eine deutsche Austauschschülerin (3 Monate), verabredet, dass wir den Nachmittag von 16 bis 18 Uhr gemeinsam verbringen. Wir sind dann ein wenig durch Epinal spaziert, ich habe mir endlich ein Taschenwörterbuch gekauft, wir sind durch die verlassensten Straßen gelaufen (um zu merken, dass wir im Kreis gelaufen sind) und schließlich sind wir zu "La Mie Câline" gegangen und haben uns diese riesigen Schokoladencookies gekauft. Hmmmm! Annaelle war später ziemlich neidisch!

Der Tag heute hat sich sehr gelohnt und ich freue mich, dass ich durch die Donnerstagsaktionen mit den Austauschschülern Kontakt knüpfen konnte.

Morgen gibt es eine Stadtführung durch Epinal!


Liebe Grüße,

Eure Mila

Sonntag, 17. September 2017

Französischer Gottesdienst und die Minen von Thillot

Liebe Menschen da draußen!

Heute bin ich um 10 Uhr in Archettes in die Kirche gegangen. Hier in der Umgebung gibt es nämlich eine Pfarreiengemeinschaft und wegen Priestermangel gibt es jeden Sonntag in einer anderen Pfarrei Gottesdienst. Es wechselt sich ab zwischen Eloyes, Pouxeux, Arches und Archettes. Trotzdem war die Kirche dafür, dass es Menschen aus vier Pfarreien waren, ziemlich leer.

Der Gottesdienst an sich hat sich auch ein wenig von unserem daheim unterschieden. Hier gibt es zum Beispiel immer extra Liedzettel und kein "Gotteslob"-Liederbuch wie bei uns. Außerdem dauert es sehr lang. Viel länger als in Deutschland. Wir waren um 11.10 Uhr gerade mal bei der Kommunionausteilung. Gegen 11.15 Uhr bin ich dann gegangen, weil der Pfarrer eine Familie mit Baby hereingeholt hat. Ich vermute, das sollte wohl noch getauft werden. Wir wollten aber gegen 11.30 Uhr/12 Uhr von Eloyes losfahren, weil wir uns mit Freunden zum Essen getroffen haben und anlässlich zu den "Journées du Patrimoine" zu den Minen von Thillot gefahren sind.

Wir sind in eine französische Wirtschaft "Auberge du col des roches" gegangen. Es hat sehr gut geschmeckt. Ich hatte Schweinemedaillons mit Pilzen in Rahmsoße, als Beilage Pommes und als Nachspeie gab es Crème Brûlée für mich. Sehr sehr lecker!



Danach sind wir, Annaelle, Laurence, die Freundin von Laurence und ich, zu den Minen von Thillot gefahren. Alan, der mit dem Motorrad gefahren ist, ist nach Hause zurückgekehrt. Aber bei den Minen war vielleicht was los! Es gab freien Eintritt, vielleicht ist das der Grund. Jedenfalls waren das so viele kleine Minen, in die man 10 Meter reingehen konnte, bisschen gucken und dann wieder umkehren. Wir haben die dann bisschen angeschaut und in einer Mine, die groß war, gab es dann eine Führung. Aufgrund der begrenzten Personenzahl, die die Mine auf einmal betreten konnten, sind wir dann ungefähr eine Stunde angestanden! Es war ziemlich interessant, ich habe zwar von der Führung kein Wort verstanden, aber das ist nicht so schlimm. Teilweise musste man sich wirklich durschlängeln - da durfte man nicht dick sein! Annaelle hat immer wieder geflucht: "Wieso sind wir eigentlich nicht in die 'Imagerie von Epinal' gefahren? Da müsste man sich nicht so durchzwängen!"

Hier könnte eine interessante Info stehen! Könnte. Ich hab leider nicht verstanden, was es damit auf sich hat, ich glaube nur, dass diese Holzlatten noch original sind.


Bis wir dann heute daheim waren, war es nach 21 Uhr. Jetzt, nach dem Abendessen und Zähneputzen bin ich ganz schön müde. Es war sehr anstrengend, aber mir hat es gefallen.

Liebe Grüße,

Eure Mila


Samstag, 16. September 2017

Eine sehr schöne Stadt: Remiremont

Liebe Menschen da draußen!

Heute nur ganz kurz, dafür gibt es ein paar Bilder. Laurence, Marie und ich waren heute in Remiremont, ein wenig Bummeln, ein wenig Gucken. Zum Abendessen waren Freunde da, es gab selbstgebackene Pizza und als Nachspeise Zitronen-Baiser-Tarte. Sehr lecker!

Schaut euch einfach die Fotos an!

Die Kirche von Remiremont

Eine Spezialität der Region. Brätfleisch in Blätterteig.
Vor dem Rathaus steht diese Schönheit.

Liebe Grüße,

Eure Mila

Freitag, 15. September 2017

Abenteuer Stundenplan Episode 2

Liebe Menschen da draußen,

ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell eine Fortsetzung gibt. Doch heute hatte ich schließlich meinen ersten Tag mit meinem abgespeckten Stundenplan und was soll ich sagen? Mme B. hat nicht nur vieeeeeeeeeeel Spaß an ihrem Job, nein, sie führt ihn auch mit grooooooooßer Sorgfalt aus. Aber gut, ich kann es ihr verzeihen, weil es echt kompliziert ist, alles zu koordinieren (kaum ein Schüler hat den gleichen Stundenplan wie ein anderer).

Heute von 9 Uhr bis 10 Uhr hatte ich SES in der Seconde 7, das war okay, aber der Lehrer hat halt nur geredet und diktiert und ich hatte nicht mal einen Sitznachbarn. Danach ging mein Stundenplan normal weiter und in der letzten Stunde von 16 Uhr bis 17 Uhr hatte ich dann noch Mathe in der Seconde 7. Hätte ich laut Stundenplan Mathe gehabt, trifft es vielleicht eher.

Ich war vor dem Klassezimmer gestanden. Es ist eines der zwei oder drei Klassenzimmer, die ihre Tür direkt auf den Schulhof hinaus haben. Es war gerade noch Pause und der Schulhof leert sich langsam. Bei mir ist keine Klasse. Doch, da stand eine! Ich kannte eine aus der Klasse und habe gefragt, ob sie jetzt auch Mathe haben. Das wurde bejaht. Doch auf meine Frage, ob sie auch hier Mathe haben, wurde negativ geantwortet. Sie hätten im Schulhaus Mathe. Es klingelt zum Beginn der Stunde und es ist keine Klasse da. Plötzlich kommt dann aber die Klasse von vorher mit Lehrer wieder, um in jenen Saal, in dem ich Unterricht hätte, zu gehen. Einer aus meinem Englischkurs hat mich gefragt, ob ich jetzt auch hier Mathe hätte. Ich habe dann gesagt: "Ja, mit der Seconde 7." Darauf der andere: "Ne, wir sind die Seconde 3, tut mir Leid." Der Lehrer meinte auch, ich sei hier falsch.

Dann bin ich also ins Vie Scolaire. Habe meine ganze Geschichte erzählt, dass ich heute das erste Mal in diesem Unterricht gewesen wäre und da nichts war und so weiter und so fort. Die Sekretärin hat dann mal in so verschiedenen Stundenplänen der Seconde 7 geschaut und meinte nur so: "Jetzt hat die Seconde 7 überhaupt gar kein Mathe. Das war von 15 Uhr bis 16 Uhr. Da hatte die Klasse in jenem Saal Mathe.

Na super. Sie hat dann Mme B. angerufen und schliueßlich hieß es, dass es falsch sei und ich die Stunde aus dem Stundenplan streichen soll. Super!

Ich konnte dann also nach Hause gehen, aber ich war gerade den Schulberg hinunter gelaufen, um noch ein wenig in die Stadt zu gehen, da fängt es zu regnen an. Ich habe in der Früh meine Regenjacke vergessen und meinen Regenschirm auch ... Es hat nämlich die Sonne gescheint. Aber das hat mir dann da auch nichts mehr gebracht. Ich habe mich unter einen Baum gestellt und mit einer Freundin telefoniert und gewartet, dass es nicht mehr regnet und ich zur Bushaltestelle laufen kann.

Beim Abendessen habe ich dann meine Geschichte erzählt - mir wurde zuerst gar nicht geglaubt, dass mein Stundenplan schon wieder kaputt ist - und Annaelle meinte dann schließlich, ich soll den Unterricht in der Seconde 7 ganz streichen. In SES haben wir eh den gleichen Lehrer, das heißt, ich werde die Sachen immer zwei Mal hören und der Matheunterricht findet ja irgendwie sowieso nicht statt. Gut, das ist mir auch recht!

Liebe Grüße,

Eure Mila

Donnerstag, 14. September 2017

Internationales Frühstück und mein dritter Stundenplan

Liebe Menschen da draußen!

Heute ist Donnerstag, das heißt, es gab wieder ein Ausländertreffen. Die Menschen aus der Kantine (es folgt übrigens bald ein Mittagessenstagebuch) haben uns ein internationales Frühstück gerichtet. Es gab also neben Kaffee und Orangensaft nicht nur typisch französische Croissants, sondern auch Schwarzbrot, Wurst, Obst und allerlei andere Leckereien.

Ich Spezialistin habe natürlich nicht daran gedacht, ein Foto zu machen ...

Heute habe ich dann auch nochmal mit Annaelles Deutschlehrerin gesprochen, weil ich ja immer noch fünf Stunden Deutsch in der Woche habe und mir das einfach zu viel ist, da ich ja auch in meiner Freizeit nicht nur Französisch rede. Sie hat dann gesagt, wir sollten jetzt in der zweiten Stunde einfach zu Madame B. gehen, die sei für die Stundenpläne zuständig und wir sollen dann sagen, was ich stattdessen möchte.

Letztlich waren wir dann zu sechst, weil zwei andere Deutsche (einer von Voltaire, eine von Brigitte-Sauzay) auch noch Änderungen wollten. Offiziell hatten wir ja alle Unterricht. Jedenfalls saßen wir dann in dem kleinen Gang vor dem Büro von Mme B. Es gab nur vier Stühle, darum saß ein Schüler auf dem Boden und einer auf dem Schoß eines anderen. Jeder der in den Gang kam, hat uns erstmal irritiert angeschaut. Dann kam Mme B. auch endlich irgendwann, aber eine Lehrerin oder so, die mitgekommen war, wurde vorgezogen. Bis dann das erste Austauschpärchen in dem Büro war, war es bestimmt schon 9.30 Uhr. Schließlich waren wir, Annaelle und ich, dann dran. Ich habe gleich gemerkt, diese Frau hat sehr viel Spaß an ihrem Job ... Ich habe den Wunsch geäußert, statt Deutsch lieber noch ein wenig Mathe. Mme B trägt mir erst einmal Histoire-Geo ein. Annaelle hat dan gesagt, dass ich ja dann insgesamt acht Stunden His-Geo hätte, was mit einem brummeligen Stöhnen kommentiert wurde. Schließlich habe ich jetzt zwei Stunden SES (irgendwas mit Wirtschaft, Ökonomie und Sozialem) in der Seconde 7 (ich bin in der Seconde 4) und zwei Stunden Mathe in der Seconde 7 bekommen. SES mit der Begründung, dass man in der Seconde noch ein paar Rechnungen macht. Na gut, ich hatte schon ein wenig SES und da haben wir noch nie was anderes gemacht außer Zuhören, Schreiben und Langweilen.

Nun ist mein Stundenplan ziemlich abgespeckt und ich muss sagen,  mir gefällt er ziemlich gut. Bei Gelegenheit zeige ich euch dann auch mal meine Stundenplanevolution.

Jetzt bin ich ziemlich müde, war aber auch anstrengend heute. Morgen habe ich dann sowohl eine Stunde SES als auch eine Stunde Mathe in der neuen Klasse, da bin ich gespannt drauf und ich werde natürlich berichten!

Liebe Grüße,

Eure Mila


Dienstag, 12. September 2017

Abenteuer Stundenplan Episode 1

Liebe Menschen da draußen!

Zunächst einmal: Warum "Abenteuer Stundenplan Episode 1"? Nun ja, ich vermute, das, was ich heute erzähle, wird nicht das einzige Abenteuer mit dem Stundenplan sein, deswegen habe ich mir jetzt mal diesen kreativen Namen überlegt.

Heute erzähle ich euch also mein Erlebnis von gestern, weshalb ich Histoire-Geographie hatte oder eigentlich auch nicht.

Von 16 Uhr bis 17 Uhr stand in meinem Stundenplan wöchentlich Histoire-Geo drin. In Frankreich sind die Stundenpläne meistens nicht jede Woche gleich, denn das Jahr ist aufgeteilt in A-Wochen und B-Wochen. Diese Woche ist eine B-Woche. Im Stundenplan steht dann zum Beispiel drin: Mittwoch 16 Uhr bis 17 Uhr Histoire-Geographie Woche A (natürlich stundenplanmäßig gelayoutet), Mittwoch 16 Uhr bis 17 Uhr Deutsch Woche B. Nun, bei mir war es Montag und in meinem Stundenplan galt: Jede Woche Histoire-Geo.

Ich habe fast den gleichen Stundenplan wie ein paar Mitschülerinnen und als ich dann in der Pause gefragt habe, was denn jetzt als nächste Stunde ansteht, meinten sie, nichts. Ich habe dann erwidert, dass in meinem Stundenplan Histoire-Geo drin steht. Bei meinen Mitschülerinnnen steht das aber nur in Woche A, Woche B haben sie frei. Wir haben dann noch ein paar andere Leute gefragt, die auch alle meinten, dass diese Woche frei sei.

Nun, ich habe dann einfach mal zum Klassenzimmer geschaut (Fehler! Ich hatte von vorgestern so mega Muskelkater in den Oberschenkeln. Beim Treppenhinaufsteigen ging es, aber die Treppen wieder hinunter ... Achja, His-Geo ist im dritten Stock -.-), kann ja sein, dass das irgendein Sonderunterricht ist, aber tatsächlich: Keine Schüler, keine Lehrerin. Ich bin dann mit meinem Stundenplan ins Vie Scolaire (das Sekretariat für die Schüler beziehungsweise das "Fußvolk").

Die haben dann auf den digitalen Stundenplänen von anderen Schülern geschaut, was bei ihnen drin steht (His-Geo, Woche A) und dann meinten sie, ich soll doch nochmal ans Klassenzimmer schauen, ob tatsächlich keiner da ist. Pflichtbewusst wie ich bin, bin ich in den [hier bitte beliebigen Fluch als Adjektiv einsetzen] dritten Stock gelaufen, natürlich war da keiner, also wieder runter und ins Vie Scolaire: "Nein, da war niemand."

Die Sekretärinnen, von denen Annaelle absolut nichts hält, haben dann eine zuständige Madame gefragt und es hat sich dann anscheinend herausgestellt, dass der His-Geo-Unterricht schon wöchentlich ist, aber erst ab nächster Woche. Ja nee, ist klar.

Heute bin ich dann zu der Geschichtslehrerin und habe nachgefragt: Histoire-Geo ist immer nur Woche A, Woche B ist frei.

Jetzt verstehe ich auch, warum Annaelle keine großen Stücke aufs Vie Scolaire hält, denn hätte ich auf diese gehört, dann würde ich in zwei Wochen genau das Gleiche wie gestern machen ...

Klickt auch das nächste mal wieder rein, wenn es heißt "Abenteuer Stundenplan Episode 2"!

Liebe Grüße,

Eure Mila

Montag, 11. September 2017

Komm doch mit uns!

Liebe Menschen da draußen!

Heute hatte ich, wie so oft, eine Freistunde. Ich bin dann in die Stadt gegangen, um Postkarten und Briefmarken zu kaufen. Doch so weit kam ich gar nicht: Gerade als ich den kleinen Berg, auf dem unsere Schule ist, heruntergelaufen war, ruft von hinten ein Mädchen: "Milena, bist du allein?". Ich habe bejaht. "Wenn du willst, dann kannst du mit uns kommen, wir nehmen die Navette (ein kostenloser Bus durch Epinal), wir gehen ein bisschen in die Stadt!" Ich habe mit ihr davor noch nie geredet, ich wusste nicht einmal wie sie heißt (EDIT: 20.09., ich weiß es immer noch nicht ...). Aber ich habe mich sehr darüber gefreut und bin gerne mitgekommen. Die zwei Jungs, mit denen sie unterwegs war, haben sich dann von uns getrennt. Wir sind in die Navette eingestiegen, eine Station gefahren, ausgestiegen und da waren dann auch schon wieder die Jungs: Mit Schokoladen-Cookies, so groß wie eine Hand, noch warm! Die haben wir dann gegessen, uns ein bisschen unterhalten und dann bin ich wieder zurück in die Schule, denn ich hatte noch eine Stunde Histoire-Geographie. Beziehungsweise auch nicht, doch diese Geschichte erzähle ich euch in einem anderen Post ...


Liebe Grüße,

Eure Mila

Sonntag, 10. September 2017

Der Infernal Run

Liebe Menschen da draußen!

Dieses Wochenende war sportlich, denn Annaelle, mein Gastvater Alan, meine Gastschwester Marie und ich haben beim Infernal Run mitgemacht. Dies ist ein Hindernislauf, der je nach Alter verschiedene Strecken bietet. Annaelle und Alan sind am Samstag gelaufen un weil sie über 14 Jahre alt sind, haben sie 8 km absolviert. Marie und ich sind nur den Hindernisparcours gelaufen, den sogenannten Mini RUN, da mussten wir nicht zusätzlich im Wald laufen.

Annaelles beste Freundin Elsa, meine Gastmutter Laurence und ich haben Annaelle und Alan am Samstag zugeschaut. Ich habe auch ganz viele Fotos gemacht.

Am Sonntag sind Marie und ich gelaufen, zum Glück hat die Sonne geschienen, denn am Samstag haben wir ziemlich gefroren. Es hat viel Spaß gemacht, auch, wenn wir ein paar kleinere Blessuren davon getragen haben. Ich würde auf jeden Fall wieder mitmachen.

Schaut euch einfach die Fotos an und verschafft euch einen Eindruck von dem Event!

Samstag: Das Rennen ging zuerst mal mit einer Party mit Holyfarben los, oben auf dem Gerüst war ein DJ.
Die Läufer warten gespannt auf den Start.

Viele Läufer waren auch lustig verkleidet.







Wieso wollte Laurence sich bloß nicht von mir umarmen lassen?

Dreckig, aber glücklich ging es dann ab nach Hause. Die Socken in den Mülleimer, die Schuhe unter den Wasserschlauch. Achja, ich war so intelligent und habe wasserdichte Schuhe angezogen. Nun, ich habe nicht daran gedacht, dass der Schlamm nur von außen nicht rein kann, sondern von innen auch nicht mehr hinaus. Meine Klamotten hat Laurence sorgfältig gewaschen. Ich war bis auf die Unterhose voll Schlamm. Und ich selber habe natürlich auch eine Dusche genommen.

Liebe Grüße,

Eure Mila

Freitag, 8. September 2017

Mein Stundenplan und ein Ausländertreffen

Juhuu, endlich Freitag! Endlich Wochenende! Schule in Frankreich ist viel anstrengender als in Deutschland, ich sag nur acht bis 18 Uhr ... Zum Glück hab ich das bloß zwei Mal die Woche sonst habe ich Glück und nur einmal bis 17 Uhr und zweimal bis 16 Uhr. Und ohne die Löcher zwischendrin würde ich ja umkommen ... Na gut, vielleicht nicht unbedingt 😂.

Ich habe jetzt heute endlich einen Stundenplan bekommen, der soweit auf mich zugeschnitten ist. Vielleicht bekomme ich noch das Deutsch rausgestrichen, sodass ich nur noch eine Stunde auf Deutsch habe: Geschichte-Geographie auf eigenen Wunsch, weil ich da noch am ehesten was lerne. Sonst habe ich entweder Geschichte-Geographie auf Deutsch beziehungsweise nichts. Mein jetziger Stundenplan ist eigentlich ziemlich cool, muss ich sagen. 

Gestern hätte ich normalerweise ausschlafen können bis sieben Uhr, aber ich musste um acht Uhr in der Schule sein, weil es ein Treffen von allen Ausländern gab. Wir sind in unserer Region eine der Schulen mit den meisten Austauschschülern. Es sind hauptsächlich Deutsche, die das Brigitte-Sauzay-Programme machen, also zwei bis vier Monate bleiben. Außer mir gibt es nur einen, der das Voltaire-Programm macht. Sonst ist noch ein Japaner da und eine Mexikanerin. Wir wurden von der Schulleitung offiziell in Empfang genommen und vorgestellt, danach gab es Zopf, Orangensaft und die Gelegenheit, sich ein wenig zu unterhalten. Nächste Woche wird es ein internationales Frühstück für uns und unsere Austauschschüler geben. Ich freue mich schon sehr darauf 😄.

Liebe Grüße,

Eure Mila


P.S.: Auch, wenn der Titel dieses Posts etwas voll cooles vermuten lässt - sorry, ich war nicht kreativ, darum einfach nur schlicht und einfach, um was es im Post geht.

Montag, 4. September 2017

La rentrée - der Schulanfang

Liebe Menschen da draußen,

heute war mein erster Schultag am Lycée. Obwohl ich eigentlich gar nicht arg nervös war, konnte ich am Sonntagabend nicht so gut einschlafen. Doch das war grundlos: Ich finde, es ist gut gelaufen. Na gut, zunächst wussten wir nicht, in welche Klasse ich gehen soll, weil ich auf keiner Klassenliste stehe, aber schließlich wurde ich nach kurzer Beratung mit Annaelles Freunden in die Klasse von der Schwester von Annaelles bester Freundin geschickt. Meine Klassenstufe ist die Seconde, was der zehnten Klasse in Deutschland entspricht.

Mein Lycée ist ziemlich groß, es sind an die 2000 Schüler (zum Vergleich: bei mir daheim sind es ungefahr 600-700). Im Gebäude werde ich mich wahrscheinlich noch ein paar Mal verlaufen, doch bisher ging es.

Weil ich ja nicht auf der Klassenliste stehe, bekam ich zunächst auch keinen Stundenplan. Das war zuerst merkwürdig, aber schließlich habe ich eine Kopie von einer Mitschülerin bekommen. Nun habe ich ein paar Freistunden mehr, weil sie Italienisch hat, ich aber nicht. Was aber doof ist: Sie macht Abibac, das heißt sie wird nicht nur den französischen Abschluss, das Baccalaueréat, machen, sondern auch das Abitur. Dadurch habe ich gemeinsam mit ihr insgesamt 10 Stunden Deutsch beziehungsweise neben dem Deutschunterricht noch 4 Stunden Geschichte-Geographie auf Deutsch. Das bringt mich leider überhaupt nicht weiter. Klar, es ist ganz entspannend, mal endlich wieder was zu verstehen, aber letztlich ist es halt einfach meine Muttersprache und ich werde gar nicht gefordert.

Ich habe jetzt mal Annaelle mein Leid geklagt und nun werden wir sehen.

Mittagessen wird es immer in der Kantine geben. Ich muss sagen, das Essen ist nicht das allerbeste, aber es geht. Zumindest ist es nicht so schlecht, dass man nur zwei Bissen essen kann und den Rest wegwerfen muss, so, wie es der Großteil der Schüler hier macht. Heute gab es Hähnchenschenkel mit Pommes. Ich vermute mal, dass bestimmt 500 Essen, wobei das wahrscheinlich noch unterschätzt ist, über den Jordan gingen und somit 250 Hühner umsonst gestorben sind.

Wir wurden heute zunächst ein wenig im Schulhaus und auf dem Gelände herumgeführt und hatten dann noch etwas Unterricht.

Es ist sehr anstrengend, durchgehend mit Französisch beschallt zu werden und auch in den Gesprächen nur ein Drittel von allem zu verstehen, deswegen bin ich heute Abend recht müde. Darum wünsche ich euch jetzt eine gute Nacht und wahrscheinlich bis morgen!

Liebe Grüße,

Eure Mila




Sonntag, 3. September 2017

Salut à la France !

Liebe Menschen da draußen,

endlich, ich bin in Frankreich! Und meine Erwartungen sind jetzt schon übertroffen, doch der Reihe nach:

Ich habe schon die ganzen Ferien über Sachen zusammengetragen, doch ganz gepackt habe ich am Freitag. Meine Mama war ein wenig wütend, weil ich so knapp angefangen habe, Schande über mein Haupt, aber letztlich ist alles gut gelaufen und ich habe kaum etwas vergessen.

Vielleicht war sie auch sauer, weil es zeitweise so aussah ...

Am Samstag sind wir, meine Eltern und meine Schwester, nach der Verabschiedung bei meinen Großeltern um 8.15 Uhr losgefahren. Wir haben eine Route gewählt über Friedrichshafen, wo wir gegen elf Uhr eine kurze Pause beim gelben M gemacht haben (eigentlich nur wegen der Toilette). Später ging es über Freiburg und Mülhausen (schon in Frankreich), wo wir noch ein paar Sachen wie Socken (meine Mama hat sich beschwert, dass meine kaputt seien), französisches Papier und mehrminige Kugelschreiber gekauft haben. Einmal waren wir in einem Stau, der uns eine Stunde gestohlen hat. Gegen 15.30 Uhr waren wir in Ronchamp, die moderne Kirche Notre-Dame-du-Haut besichtigen. Sehr schön, ein Tipp wert. Kostet allerdings Eintritt: für Erwachsene 8 Euro. Der Grund dafür ist, dass die Kirche keine Pfarrei ist, sondern ausschließlich von Spendengeldern und dem Eintritt erhalten wird.

Im Hintergrund sieht man den Himmel weinen, weil ich Deutschland verlasse. Komisch - in Frankreich hat der Himmel auch geweint ...


Mein Papa hat ein Auto gemietet. Er hatte ein Mittelgroßes bestellt und nun das "Kleinste" bekommen, das es gab 😂

Um 18.40 Uhr war es dann so weit: Wir sind in Eloyes angekommen. Wir haben uns alle über das Wiedersehen gefreut. Das Haus ist 100 Jahre alt und, soweit ich das verstanden habe, war es früher eine Käserei. Meine Gastfamilie hat das Haus vor fünf Jahren gekauft und Annaelles Stiefvater, Alan, hat alles selbst renoviert. Und was soll ich sagen? Ich habe alles erwartet, doch nicht das. Mein Zimmer ist ein Traum, seht die Fotos an! Und es hat einen Flauscheteppich 😍. Das Zimmer wurde übrigens von Annaelles großer Schwester Clara, die darin wohnte, bevor sie ausgezogen ist, eingerichtet.




Das Badezimmer ist erst am Samstag fertig geworden und es ist so schön! Und ich meine, es gibt eine Regendusche!

Ich könnte jetzt noch so lange von dem Haus schwärmen und ich glaube, hier halte ich es ein halbes Jahr aus!

Zum Abendessen gab es, nach dem Aperitif mit Champagner für die Erwachsenen und Eistee für uns Kinder und Snacks, eine französische Spezialität, von der ich den Namen nicht mehr weiß (EDIT: Boeuf Bourguignon). Es war Rindfleisch in Soße mit Wein, Karotten und Pilzen. Dazu gab es Nudeln. Danach gab es Salat und Apfeltarte beziehungsweise Mirabellentartelettes mit jeweils einer Kugel Vanilleeis.

Mein Bruder sagt immer, dass ich aus Frankreich mit fünf oder zehn Kilogramm mehr Körpergewicht heimkommen werde. Ich sage dann immer, dass das nicht so sein wird. "Cinq kilos" (= fünf Kilogramm) ist jetzt aber zum geflügelten Wort in meiner Gastfamilie geworden, wenn wir etwas total Gutes essen 😂.

Heute gab es dann einen schönen Brunch und dann galt es, sich zu verabschieden. Ich hatte gar kein Problem damit, mein Papa ein wenig, weil es in seiner Familie gar nicht üblich ist, seine Kinder längere Zeit einfach wegzuschicken. In der Familie meiner Mama dagegen liegt die Reiselust im Blut!

Am frühen Nachmittag sind wir, nachdem wir meine Gastschwester Marie bei einer Freundin abgeliefert haben und Clara bei ihrem Job (Subway), in Epinal gewesen. Dort werde ich ab morgen zur Schule gehen. Diese hat Annaelle mir von außen gezeigt, dann sind wir ein wenig herumspaziert und mir wurden ein paar Sachen gezeigt. Später waren wir bei "Claras" Subway zu Mittag essen, ich sag nur "cinq kilos", und danach sind wir zu Annaelles Großeltern gefahren, bis wir noch ein wenig bei Elsa, Annaelles bester Freundin verweilt haben. Da war vielleicht was los! In der Familie gibt es drei Mädchen. Zwei davon hatten eine Freundin zu Besuch (eine davon war Marie, meine Gastschwester). Die beiden Eltern waren da, Annaelle, Annaelles Mama, ich und dann sind noch die Eltern von der einen Freundin gekommen. Alle haben durcheinander geredet und gelacht und ich, naja: "J'ai compris rien." (= Ich habe nichts verstanden.)

Zum Abendessen gab es Reste von gestern und nun falle ich ein wenig müde ins Bett. Morgen ist schließlich mein erster Schultag, da muss ich fit sein! Zum Glück muss ich erst um 9 Uhr dort sein ...

Liebe Grüße,

Eure Mila


Samstag, 6. Mai 2017

Abschied nehmen

Liebe Menschen da draußen!

Heute ist Annaelle von ihrem Stiefvater und ihrem Onkel abgeholt worden. Ich bin ein wenig traurig, dass ihre Zeit in Deutschland so früh beendet ist, aber ich freue mich schon auf unser Wiedersehen im September. Bis dahin ist es wahrscheinlich auch hier auf diesem Blog eher still.




Bis dann also,

Liebe Grüße,

Eure Mila

Montag, 1. Mai 2017

Ein Wochenende in München

Liebe Menschen da draußen!

Dieses Wochenende haben Annaelle und ich bei meiner Schwester in München verbracht. Wir waren auf Sightseeing-Tour, essen und chillen.

So waren wir beim Olympiaturm, in der Ludwig-Maximilian-Universität, im Deutschen Museum, im Planetarium, beim verrückten Eismacher, beim Burgeressen mit unserem Bruder Raimund, bei "True & 12" Eisessen (sehr sehr gut, eine echte Empfehlung!) wir haben ganz viel Karten gespielt und am Sonntagnachmittag waren wir gemeinsam beim Quidditch.








Liebe Grüße,

Eure Mila

Wie ich zu Harry Potter 2.0 wurde ...

Liebe Menschen da draußen! Alan und Laurence in Eloyes, nahe bei Epinal, waren froh darüber, ein ganz und gar normales deutsches Gastkind ...