Donnerstag, 27. April 2017

Girls' Day 2017 in München beim Creative Media Institute

Liebe Menschen da draußen!

Heute war in ganz Deutschland der sogenannte Girls' Day. Dies ist ein jährlicher Praktikumstag, an dem die Mädchen vor allem in "Männerberufe" hineinschnuppern können und sollen. So kann man zum Beispiel bei Schreinern, Maurern, aber auch bei Informatikern oder Mathematikern einen Tag verbringen. Auf der Website des Girls' Day sind ganz viele Angebote, auch von Universitäten und Hochschulen. Ich wollte ursprünglich einen Workshop beim Deutschen Museum mitmachen, aber als ich an einem Abend auf der Website nach Angeboten stöberte, entdeckte ich dies beim Creative Media Institute, habe Annaelle und mich direkt angemeldet und zwei Freundinnen Bescheid gesagt, die die letzten zwei Plätze ergatterten.

Dein Weg in die Medienbranche! Entdecke die Medienbranche! Wir bieten dir exklusiv Einblick in unsere Fachbereiche, und die Möglichkeiten, die du am SAE Institute München nach deinem Schulabschluss hast! In spannenden Workshops erfährst du, worauf es am Filmset, im Tonstudio, bei der Gestaltung von Videospielen, und dem Erstellen von Webseiten ankommt. - Wir freuen uns auf dich!
Das ist der Text des Angebots. Das klingt nicht nur ziemlich cool, sondern war auch so. In Kleingruppen sind wir dann durchs Haus von Miniworkshop zu Miniworkshop gelaufen. So konnte man zum Beispiel mit einer VR-Brille 3D-Tetris spielen, einen kleinen Animationsfilm drehen, digital "skulpen", einen Song zusammen mischen, ein Portrait mit Photoshop bearbeiten und wir haben sogar einen Film gedreht.



Alles in allem war es ein gelungener Tag und Annaelle und mir hat es super gefallen. Ich glaube, bei einem Tag der offenen Tür muss ich dort mal hin und den ganzen Tag Tetris spielen, das ist total lustig!




Liebe Grüße,

Eure Mila

Mittwoch, 26. April 2017

Ist das jetzt das Ende oder wie?

Liebe Menschen da draußen!

Das ist jetzt leider kein Clickbait, sondern die Wahrheit. Annaelle hat mir soeben gesagt, sie will das Programm auf ihrer Seite abbrechen und nach Hause fahren. Boom!

Das hat mich getroffen wie ein Schlag ... Ihr Heimweh sei zu groß und sie vermisse ihre Familie und Freunde zu sehr. Trotzdem, hat sie mir versichert, darf ich zu ihr nach Frankreich kommen und ein halbes Jahr bleiben. Es ist zwar ein wenig beruhigend, aber nichtsdestotrotz finde ich es sehr schade, denn jetzt hat es eigentlich gerade erst mal richtig angefangen. Wir haben uns aneinander gewöhnt und jetzt fängt dann der Sommer an.

Aber klar, sie soll machen, was sie für richtig hält und was ihr gut tut. Wahrscheinlich fährt sie nächste oder übernächste Woche, dieses Wochenende verbringen wir gemeinsam bei meiner Schwester in München, das war schon lange geplant.

Liebe Grüße,

Eure Mila

Montag, 24. April 2017

Osterferien

Liebe Menschen da draußen,

Annaelle und ich haben die Osterferien gut überstanden. Am ersten Samstag waren wir zusammen Fahrrad fahren und haben uns mit Freundinnen getroffen. Am Sonntag waren wir beim Osterbrunnenfest in Bad Wörishofen. Die Brunnen waren mit Ostereiern, Grünzeug und allerlei Schmuck dekoriert. Es war sehr schön, durch die Stadt von Brunnen zu Brunnen zu flanieren und den Blasmusiken, die an den Brunnen kurze Platzkonzerte gaben, zu lauschen.

Am Montag haben Annaelle und ich, das Esszimmer ein wenig österlich geschmückt. Ja okay, streichen wir das "ein wenig" 😂. Wir hatten sehr viel Spaß zusammen! Am Dienstag habe ich angefangen, Annaelle Waveboardfahren beizubringen. Anfängliche Schwierigkeiten waren vorhersehbar, aber schließlich klappt es immer besser. Am Mittwoch waren wir mit meinem Papa im Kino und haben "Willkommen bei den Hartmanns" angeschaut. Der Film war so witzig!

Am Donnerstag haben wir Ostereier gefärbt - man kann der französischen Austauschschülerin schließlich nicht die deutschen Ostertraditionen vorenthalten! Deshalb haben wir am Freitag auch Osterlämmer gebacken.

Am Sonntag war dann nicht nur das Osterfest, sondern auch mein Geburtstag! In der Früh um 5 Uhr ging die Osternacht los, das hieß: Früh aufstehen! Danach gab es einen leckeren Brunch mit allem, was das Herz begehrt 😍. Danach haben wir unsere Osternester gesucht und den Tag ansonsten ruhig verbracht - wir waren alle müde. Am Ostermontag gab es in unserer Gemeinde nochmal ein großes Fest: Unsere Kirche ist vergangenes Jahr renoviert worden und heute war der Festgottesdienst mit anschließendem Mittagessen. Daheim haben wir noch ein paar Gesellschaftsspiele mit meiner Schwester und meinen Cousinen gespielt und sind zu Kaffee und Kuchen zu meinen Großeltern gegangen.

Der Dienstag war auch sehr lustig. Meine Tante - "Berufsjugendliche" - hat mit uns, meinen Cousinen und meinem Cousin witzige Spiele wie "Kotzendes Känguru" gespielt.

Am Mittwoch waren wir mit einer Schulfreundin von mir in Augsburg. Wir waren im Rathaus und haben den Goldenen Saal besichtigt und dann waren wir essen und natürlich shoppen 😉.

Der Donnerstag war ereignislos und am Freitag ging es für mich zum Ministrantenwochenende nach Seifriedsberg, meine Mama hat das Wochenende mit Annaelle alleine verbracht. Sie waren zum Beispiel im Textilmuseum in Augsburg.

Puh, das ist jetzt doch ziemlich viel geworden, in meinem Kopf sah das gar nicht so aus!

Liebe Grüße,

eure Mila

Montag, 10. April 2017

Was ist bisher passiert? März-Rückblick

Ein Monat ist schon um, das ist ein Sechstel des Austausches in Deutschland. In der letzten Zeit bin ich kaum zum Bloggen gekommen, da ich, wenn ich mal nicht irgendwelche Hausaufgaben machen oder für Schulaufgaben lernen musste #achtseitenauswendiglernen, mich dann nicht dem Blog, sondern meiner Austauschschülerin Annaëlle gewidmet habe.

Annaëlle wurde von ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester gebracht. Sie haben dann bei uns übernachtet und sind am nächsten Tag wieder heimgefahren. In der Schule ist sie sieben Tage mit mir in die Klasse gegangen und nun geht sie in die zehnte Klasse und für den Deutschunterricht in die siebte. Das Voltaire-Programm sieht nämlich vor, dass die Austauschschüler nicht in die gleiche Klasse gehen, sondern in getrennte, weil es sonst ziemlich schnell zu Konflikten kommen kann, wenn zwei Jugendliche 365/24/7 aufeinander sitzen. Der Schulstoff in der zehnten Klasse ist ein wenig zu schwierig für Annaëlle, allerdings ist der französische Lehrplan nicht mit dem deutschen zu vergleichen, da man dort Inhalte früher bespricht, die bei uns erst in der Oberstufe dran kommen und umgekehrt.

Wir haben schon ein bisschen was gemeinsam unternommen, aber auch getrennt. Einmal war sie zum Beispiel selber shoppen in der Stadt unserer Schule, da ich keine Zeit hatte. Sie hat auch das aktuelle Bildungsfernsehen jeden Donnerstag um 20.15 Uhr kennengelernt und es ist jetzt zur "Gewohnheit" geworden, GNTM zu gucken :D.

Sie hat schon ein paar Freundinnen gefunden und versteht sich super mit ihrer Klasse. Vor den Ferien gab es allerdings ein kleines Problem: Meine Französischlehrerin hat mir gesagt, dass Annaëlle Heimweh hat. Schock! Wir haben es ihr nicht angemerkt und natürlich hat sie auch nichts gesagt, denn wenn ich Heimweh hätte, würde ich es meiner Gastfamilie wahrscheinlich als letztes erzählen, sondern erst meiner Familie, Freunden oder meiner Voltaire-Patin. Sie hat zu meiner Lehrerin gesagt, dass sie es etwas schade findet, dass wir so wenig unternehmen und halt jeder irgendwas arbeitet oder so. Es war leider einfach eine Art Missverständnis, da wir dachten, sie will am Wochenende lieber schlafen und chillen. Sie wollte dann diese erste Osterferienwoche in den Skiurlaub mit ihrer Familie fahren, weil sie Angst hatte, dass sie sich dann auch so langweilen wird. Ich wäre ursprünglich in der zweiten Osterferienwoche auf eine Jugendfreizeit gefahren, die habe ich jetzt aber abgesagt, da ich Annaëlle nicht mitnehmen konnte, weil sie sich da wahrscheinlich nicht so wohl gefühlt hätte. Wir haben uns aber schließlich darauf geeinigt, dass sie da bleibt - unter Umständen würde auch das Heimweh stärker statt schwächer werden, wäre sie auf den Urlaub mitgefahren.

Nun haben wir zwei Wochen Osterferien vor uns, in denen ich Zeit mit Annaëlle verbringen, ihr die deutschen Ostertraditionen beibringen und Spaß mit ihr haben kann.

Jetzt muss ich aber gehen - es gibt gleich Essen :-)

Liebe Grüße
Mila

Wie ich zu Harry Potter 2.0 wurde ...

Liebe Menschen da draußen! Alan und Laurence in Eloyes, nahe bei Epinal, waren froh darüber, ein ganz und gar normales deutsches Gastkind ...