Mittwoch, 22. November 2017

Paris, Paris, wir fahren nach Paris! *ich *war *in | Voltairetreffen

Liebe Menschen da draußen!

Lange bin ich an dieser Überschrift gesessen, ich habe mir Expertenmeinungen eingeholt und sogar eine Umfrage in der New York Times veröffentlicht und durch eine Ausschreibung für Innenarchitekten bin ich nun endlich auf diesen aussagekräftigen Satz gekommen. Eigentlich war es mein erster Einfall innerhalb drei Sekunden.

Ich habe ein verlängertes Wochenende mit Lioba in Paris verbracht. Wie es dazu kam und wie wir es verbracht haben, erfahrt ihr heute im Post!

Das Voltaire-Programm-Team hat nämlich in Paris ein Treffen der Austauschschüler im Umkreis veranstaltet, zu dem ich uuuuuunbedingt hinwollte. In Stuttgart war im Juli auch schon eines, zu dem ich sogar angemeldet war und wir waren auch auf dem Weg dahin, bis unser Auto seinen Geist aufgegeben hat. #dankeschön. Unter anderem deswegen wollte ich eeeeendlich mal die anderen Voltariens kennenlernen, die ich zum Teil ja schon aus unserer WhatsApp-Gruppe kannte.

Paris ist von Epinal knappe 400 Kilometer entfernt, was die erste kleine Hürde für mein Vorhaben war. Letztendlich habe ich Freitag und Montag schulfrei bekommen, damit sich die Fahrt rentiert. Annaelle konnte aus diesem Grund leider nicht mitkommen, denn sie hat ganz schön Stress in der Schule. Ich präferiere auf jeden Fall das deutsche Schulsystem.

Die zweite Hürde war das Transportmittel. Eigentlich wollte ich mit dem Fernbus fahren, sodass sich meine Fahrtkosten gesamt auf etwa 50 Euro belaufen hätten. #hättehättefahrradkette. Letztendlich habe ich drei Mal so viel gezahlt, weil man in Frankreich unter 16 Jahren nicht alleine mit dem Bus reisen darf. #nochmaldankeschön. Dann fuhr ich halt mit dem Zug. 

Übernachten durften wir netterweise bei Tata Brigitte und ihrer Tochter Nef, die Lioba und mir ihr Bett überließ. Gekostet hat uns das somit nur ein Gastgeschenk, über das die zwei sich riesig gefreut haben (Duschschäume, Schokolade, Lebkuchen ... alles typisch deutsch oder ganz regional).


Nach langer Vorfreude bin ich Freitag Mittag am Bahnhof Paris-Est angekommen und sofort mit Lioba typisch französisch zu Subway zum Mittagessen gegangen. Tatsächlich waren wir noch nie in Deutschland in diesem Sandwichladen, sondern immer nur in Frankreich. Unsere Nachspeise haben wir in einer Boulangerie (= Bäckerei) gefunden, mit dieser haben wir uns auf einen öffentlichen Platz begeben und andere Menschen beobachtet. #überausspannend.

Paris-Brest 😍
Danach sind wir heimgefahren in das Banlieue (= Vorort von Paris), in dem Brigitte und Nef wohnen. Dort gab es lecker Lasagne zum Abendessen und am Abend sind Lioba und ich noch in das Quartier (= Stadtviertel) Montmartre gefahren.

Sacré-Cœur bei Nacht

Am Samstag war das Voltairetreffen. Es waren nicht so viele da, mit den Franzosen waren wir vielleicht vierzig Leute. Am Anfang haben wir ein paar Kennenlernspiele gespielt (man könnte einen Voltaire-Sportverein und ein Voltaire-Orchester gründen 😉), bevor es in die ländersortierten Kleingruppen ging, in denen man sich über seinen bisherigen Aufenthalt (beziehungsweise die Franzosen haben wahrscheinlich über die Aufnahme ihres Corres (= correspondant = Austauschschüler) gesprochen) austauschte. Zu Mittag haben wir gepicknickt und Kekse gegessen. Später gab es nochmal Kleingruppen, diesmal ländergemischt, in denen wir eine Art "Speeddating" gemacht haben und sich an jedem Tisch über etwas anderes unterhalten haben (Essen, Schule, Gastfamilie und so weiter). Im Anschluss sollten wir einen Brief an uns selber schreiben, mit unseren Zielen und noch ein paar mehr Punkten, der uns nach unserem Aufenthalt in Frankreich zugeschickt wird.

So liebe Menschen!
Natürlich haben wir nicht nur über den Austausch geredet, sondern über alles Mögliche (jaaa, liebe Voltariens, jede dritte Nachricht im Voltairechat ist von mir, ich bekenne mich dazu 😂, aber der Gardasee ist nicht in England 😉) und ich fand es sooo toll, die anderen kennenzulernen. #hoffentlichberuhtdasaufgegenseitigkeit.

Am Abend war das Treffen dann leider schon vorbei, ich bin mit Lioba noch ein wenig Shoppen in Les Halles (einem riesigen Shoppingcenter) gewesen (nachdem wir den Eiffelturm ein zweites Mal verschoben hatten), wo ich mir einen neuen Geldbeutel gekauft habe. Ich bin ganz verliebt! Zum Abendessen gab es Galettes (= deftige Crêpes).












Sacré-Cœur bei Tag und strahlend blauem Himmel

Sonntag früh sind wir in den Gottesdienst in Sacré-Cœur gegangen und das war ziemlich eindrucksvoll und hat uns sehr gut gefallen!
Nach dem Verlassen der Kirche habe ich Musik gehört, was ja kein Wunder ist, in Paris gibt es ganz viele Straßenmusiker, aber da war auch eine große Menschentraube. Aus "nur kurz mal hingucken" ist eine Stunde mitsingen mit Presteej geworden. Lioba hat sich eine CD gekauft. Presteej ist eine sehr sympathische Gruppe, die vor allem einfach Spaß hat an ihrer Sache und unter anderem deswegen begeistert!


Im Anschluss gingen wir Richtung Eiffelturm, wo wir noch Fotos auf einer Brücke gemacht haben und danach Eclairs und Cappuccino gekauft haben, bevor wir uns zu dem berühmten Turm aufmachten. Insgesamt (Sicherheitskontrollen und Kassen) haben wir zwei Stunden angestanden, es hätte sich also auf jeden Fall rentiert, im Voraus zu reservieren. Wir wollen aber sowieso mal wiederkommen und dann soll es bei Tag auf den Turm gehen.

Am Montag sind wir nur noch ein wenig in Souvenirshops und in Les Halles bummeln gewesen und Galettes und Crêpes essen, bis wir am Gare de l'Est Postkarten geschrieben und uns bei der grünen amerikanischen Frau #starbucks eine heiße Schokolade gegönnt haben, weil der Cappuccino aus war. #wtf.

Um 16.09 Uhr fuhr mein TGV nach Hause (mein französisches Zuhause natürlich).

Das war es von mir, ich hoffe, euch hat mein Bericht wieder gefallen und bis bald!

Liebe Grüße,

Eure Mila

Kommentare:

  1. Voll toller blog!! Schreib mir mal wie es dir sonst so geht in der schule? :)
    Freut mich alles sehr für dich! Lg Mirjam

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    1. Dankeschön <3 In der Schule läuft es ganz gut - sofern ich denn Unterricht habe, mein Stundenplan enthält ja ziemlich viele Lücken ... Aber sonst verstehe ich jetzt auch immer mehr :)

      Und dir so?
      LG Mila

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    2. Super! Ja bin schon recht froh wieder bei familie und freunden zu sein aber klar denkt man auch gern an die zeit zurück!!
      Hab spaß
      Lg

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    3. Kann ich verstehen und vielen Dank!

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