Montag, 11. Dezember 2017

In der Weihnachtsbäckerei ...

Liebe Menschen da draußen!

Heute hatte ich wieder um 12 Uhr aus und somit den kompletten Nachmittag frei. Und was mache ich da? Ich war sehr fleißig und habe Laible (= schwäbisch für Plätzchen) gebacken.

Vanillekipferl und Wespennester. Hmmmm! Meine Gastfamilie hat sie für gut befunden. Ziel erreicht! ☑



Annaelle und ich haben übrigens schon Ende November den Christbaum geschmückt, hier noch ein Foto:



Nun gute Nacht,

Liebe Grüße,

Eure Mila

Sonntag, 10. Dezember 2017

Skiiiiiiiifoan und Happy Birthday!

Liebe Menschen da draußen!

Ich warne euch gleich mal vor, falls dieser Post zu früh abbricht, dann bin ich eingeschlafen ... Ich bin heute (oder gestern ...) um 7.30 Uhr aufgestanden, um einen Kuchen zu backen. Annaelle hat zwar erst nächste Woche Geburtstag, aber sie haben heute schon vorgefeiert. Ebenso übrigens Marie, die am selben Tag wie Annaelle Geburtstag hat.

In der Früh habe ich dann also den Biskuit für eine Himbeerroulade gebacken (mit Hindernissen: mangels Küchenmaschine habe ich die Eier nicht genug schaumig geschlagen und dann ging auch noch die Batterie der Waage leer, sodass ich das Mehl nach Augenmaß mit einem Messbecher abgemessen habe (es war niemand für eine neue Batterie erreichbar) und der Backofen war noch nicht genug heiß, als ich das Blech hinein getan habe.). Danach bin ich mit Alan zu Skischuhausleihen gefahren und anschließend habe ich den Kuchen fertig gemacht.


Nach dem Mittagessen sind wir, Marie und ich, dann zum Bus vom Skiclub gebracht worden. Ungefähr eine Stunde von hier gibt es Skipisten und vor allem auch viel Schnee! Ich habe schon in der siebten Klasse eine Woche in den Skisport reingeschnuppert, allerdings ohne Stöcke und mit Blades (kurze Skier). Letztes Jahr habe ich am Wintersporttag mit der Schule Biathlon ausprobiert und da hatte ich dauernd Probleme mit den Stöcken und den langen Skiern, sodass ich nicht nur einmal mit dem Gesicht nach unten platt hingefallen bin.

Heute war ich in der Anfängergruppe ("erster Stern"), die aber schon bisschen Skifahren kann. Am Anfang sind wir einen "Idiotenhügel" paar Mal runtergefahren und später eine etwas längere Piste und ich kann mit Stolz behaupten: Ich bin kein einziges Mal hingefallen! Insgesamt hat es auch echt mega Spaß gemacht und ich freue mich schon auf das nächste Mal!

Annaelles Geburtstagskuchen vom Konditor
Daheim zurück und frisch geduscht gab es Raclette mit dem Bruder samt Frau von Alan, seinen Eltern, Laurences Eltern, ihr Bruder samt Frau und Kind, Clara und Quentin und Elsa und ihrer kleinen Schwester. Meine Roulade kam super an und ich werde sie wahrscheinlich wieder machen müssen ...


Jetzt wünsche ich euch eine gute Nacht,

Liebe Gr

Montag, 4. Dezember 2017

Sei gegrüßt, lieber Nikolaus, wieder gehst du von Haus zu Haus ...

Liebe Menschen da draußen!

Hier in der Region um Nancy (Lorraine) wird Nikolaus größer gefeiert und deshalb waren in sämtlichen Orten vergangenes Wochenende schon die Nikolauseinzüge. Und das war komplett anders, als ich es kenne und erwartet habe.

Der Nikolauseinzug gleicht hier einem Faschingsumzug. Es gab Musikkapellen, Tänzer und vor allem verschiedene Wägen zum Thema Märchen.

Ich lasse mal wieder die Bilder für sich sprechen:


Es war sehr schön, aber der Umzug hat mit großer Verspätung angefangen, weshalb wir am Ende einfach nur noch nach Hause vor den Kachelofen wollten.

Am Sonntag war das Goûter (= Nachmittagssnack) vom Verein, in dem Annaelle und ich tanzen. Das war eigentlich nicht sonderlich spektakulär, es gab Brioche, Kekse, Glühwein, heiße Schokolade, zwei Tanzaufführungen (eine Gruppe und ein Geschwisterpaar) und jeder hat als Weihnachtsgeschenk eine personalisierte Flasche mit einer Tasche (beides mit dem Logo) bekommen.

Liebe Grüße,

frohes Nikolausfest,

Eure Mila

Mittwoch, 22. November 2017

Paris, Paris, wir fahren nach Paris! *ich *war *in | Voltairetreffen

Liebe Menschen da draußen!

Lange bin ich an dieser Überschrift gesessen, ich habe mir Expertenmeinungen eingeholt und sogar eine Umfrage in der New York Times veröffentlicht und durch eine Ausschreibung für Innenarchitekten bin ich nun endlich auf diesen aussagekräftigen Satz gekommen. Eigentlich war es mein erster Einfall innerhalb drei Sekunden.

Ich habe ein verlängertes Wochenende mit Lioba in Paris verbracht. Wie es dazu kam und wie wir es verbracht haben, erfahrt ihr heute im Post!

Das Voltaire-Programm-Team hat nämlich in Paris ein Treffen der Austauschschüler im Umkreis veranstaltet, zu dem ich uuuuuunbedingt hinwollte. In Stuttgart war im Juli auch schon eines, zu dem ich sogar angemeldet war und wir waren auch auf dem Weg dahin, bis unser Auto seinen Geist aufgegeben hat. #dankeschön. Unter anderem deswegen wollte ich eeeeendlich mal die anderen Voltariens kennenlernen, die ich zum Teil ja schon aus unserer WhatsApp-Gruppe kannte.

Paris ist von Epinal knappe 400 Kilometer entfernt, was die erste kleine Hürde für mein Vorhaben war. Letztendlich habe ich Freitag und Montag schulfrei bekommen, damit sich die Fahrt rentiert. Annaelle konnte aus diesem Grund leider nicht mitkommen, denn sie hat ganz schön Stress in der Schule. Ich präferiere auf jeden Fall das deutsche Schulsystem.

Die zweite Hürde war das Transportmittel. Eigentlich wollte ich mit dem Fernbus fahren, sodass sich meine Fahrtkosten gesamt auf etwa 50 Euro belaufen hätten. #hättehättefahrradkette. Letztendlich habe ich drei Mal so viel gezahlt, weil man in Frankreich unter 16 Jahren nicht alleine mit dem Bus reisen darf. #nochmaldankeschön. Dann fuhr ich halt mit dem Zug. 

Übernachten durften wir netterweise bei Tata Brigitte und ihrer Tochter Nef, die Lioba und mir ihr Bett überließ. Gekostet hat uns das somit nur ein Gastgeschenk, über das die zwei sich riesig gefreut haben (Duschschäume, Schokolade, Lebkuchen ... alles typisch deutsch oder ganz regional).


Nach langer Vorfreude bin ich Freitag Mittag am Bahnhof Paris-Est angekommen und sofort mit Lioba typisch französisch zu Subway zum Mittagessen gegangen. Tatsächlich waren wir noch nie in Deutschland in diesem Sandwichladen, sondern immer nur in Frankreich. Unsere Nachspeise haben wir in einer Boulangerie (= Bäckerei) gefunden, mit dieser haben wir uns auf einen öffentlichen Platz begeben und andere Menschen beobachtet. #überausspannend.

Paris-Brest 😍
Danach sind wir heimgefahren in das Banlieue (= Vorort von Paris), in dem Brigitte und Nef wohnen. Dort gab es lecker Lasagne zum Abendessen und am Abend sind Lioba und ich noch in das Quartier (= Stadtviertel) Montmartre gefahren.

Sacré-Cœur bei Nacht

Am Samstag war das Voltairetreffen. Es waren nicht so viele da, mit den Franzosen waren wir vielleicht vierzig Leute. Am Anfang haben wir ein paar Kennenlernspiele gespielt (man könnte einen Voltaire-Sportverein und ein Voltaire-Orchester gründen 😉), bevor es in die ländersortierten Kleingruppen ging, in denen man sich über seinen bisherigen Aufenthalt (beziehungsweise die Franzosen haben wahrscheinlich über die Aufnahme ihres Corres (= correspondant = Austauschschüler) gesprochen) austauschte. Zu Mittag haben wir gepicknickt und Kekse gegessen. Später gab es nochmal Kleingruppen, diesmal ländergemischt, in denen wir eine Art "Speeddating" gemacht haben und sich an jedem Tisch über etwas anderes unterhalten haben (Essen, Schule, Gastfamilie und so weiter). Im Anschluss sollten wir einen Brief an uns selber schreiben, mit unseren Zielen und noch ein paar mehr Punkten, der uns nach unserem Aufenthalt in Frankreich zugeschickt wird.

So liebe Menschen!
Natürlich haben wir nicht nur über den Austausch geredet, sondern über alles Mögliche (jaaa, liebe Voltariens, jede dritte Nachricht im Voltairechat ist von mir, ich bekenne mich dazu 😂, aber der Gardasee ist nicht in England 😉) und ich fand es sooo toll, die anderen kennenzulernen. #hoffentlichberuhtdasaufgegenseitigkeit.

Am Abend war das Treffen dann leider schon vorbei, ich bin mit Lioba noch ein wenig Shoppen in Les Halles (einem riesigen Shoppingcenter) gewesen (nachdem wir den Eiffelturm ein zweites Mal verschoben hatten), wo ich mir einen neuen Geldbeutel gekauft habe. Ich bin ganz verliebt! Zum Abendessen gab es Galettes (= deftige Crêpes).












Sacré-Cœur bei Tag und strahlend blauem Himmel

Sonntag früh sind wir in den Gottesdienst in Sacré-Cœur gegangen und das war ziemlich eindrucksvoll und hat uns sehr gut gefallen!
Nach dem Verlassen der Kirche habe ich Musik gehört, was ja kein Wunder ist, in Paris gibt es ganz viele Straßenmusiker, aber da war auch eine große Menschentraube. Aus "nur kurz mal hingucken" ist eine Stunde mitsingen mit Presteej geworden. Lioba hat sich eine CD gekauft. Presteej ist eine sehr sympathische Gruppe, die vor allem einfach Spaß hat an ihrer Sache und unter anderem deswegen begeistert!


Im Anschluss gingen wir Richtung Eiffelturm, wo wir noch Fotos auf einer Brücke gemacht haben und danach Eclairs und Cappuccino gekauft haben, bevor wir uns zu dem berühmten Turm aufmachten. Insgesamt (Sicherheitskontrollen und Kassen) haben wir zwei Stunden angestanden, es hätte sich also auf jeden Fall rentiert, im Voraus zu reservieren. Wir wollen aber sowieso mal wiederkommen und dann soll es bei Tag auf den Turm gehen.

Am Montag sind wir nur noch ein wenig in Souvenirshops und in Les Halles bummeln gewesen und Galettes und Crêpes essen, bis wir am Gare de l'Est Postkarten geschrieben und uns bei der grünen amerikanischen Frau #starbucks eine heiße Schokolade gegönnt haben, weil der Cappuccino aus war. #wtf.

Um 16.09 Uhr fuhr mein TGV nach Hause (mein französisches Zuhause natürlich).

Das war es von mir, ich hoffe, euch hat mein Bericht wieder gefallen und bis bald!

Liebe Grüße,

Eure Mila

Sonntag, 12. November 2017

Brooms up! Mein erstes Quidditchtraining

Liebe Menschen da draußen!

Ich muss aufpassen, nicht einzuschlafen, während ich diesen Post schreibe. Okay, ganz so schlimm ist es nicht, aber ich bin doch etwas müde. Denn heute habe ich das erste Mal Quidditch mit Zusammenschluss dreier Teams names "Les Alérions d'Or" gespielt.

Jetzt denkt sich der Großteil: "Wie, wo was, warum?" Es ist natürlich nicht genau wie bei Harry Potter, aber es ist eine adaptierte Version für Muggel, die aber mindestens genauso brutal sein kann. Ich habe relativ am Anfang gleich mal einen Ball mitten ins Gesicht bekommen. Oft gehen Leute auch mit Verstauchungen, Prellungen oder mindestens einem blauen Fleck vom Platz.

Das Prinzip: Man fliegt nicht, sondern man läuft, hat aber trotzdem einen Besen zwischen den Beinen. Die verschiedenen magischen Bälle sind ersetzt durch einen Volleyball und Dodgebälle und der Schnatz ist ein Tennisball, der in einer Socke an einen Schiedsrichter geklettet ist. Es gibt verschiedene Regeln, aber ich glaube, um einen Eindruck zu bekommen, solltet ihr euch einfach dieses Video anschauen.



Es hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es zwischendurch hart war, weil man durch das nasskalte Wetter seine Finger einfach nicht mehr gespürt hat. Als der Regen aber weg war, ging es voll.

Wir haben einfach ein bisschen gespielt, drei gegen drei (es waren heute ziemlich wenige da, aber für mich war das besser, dann konnte ich mich leichter in die Gruppe einfügen) und zwischendurch immer mal wieder getauscht. Ich war also zum einen Treiber und später Jäger. Als Treiber habe ich die Aufgabe, die Gegner mit dem Dodgeball abzuwerfen, als Jäger schießt man Tore.

Ich bin ziemlich dreckig geworden, aber es gibt ja zum Glück die Erfindung "Dusche". Die ich daheim auch gleich einmal warm genossen habe.

Als ich wieder aufgewärmt war, habe ich die Kalorien, die ich beim Sport verbraucht habe, gleich wieder zu mir genommen, denn es gab ganz viel Kuchen. Gestern hat Annaelle mit Maries und meiner Unterstützung eine Regenbogentorte gebacken (ich habe auch Schokomuffins gemacht, das Rezept findet ihr hier ↗ - Tipp: ruhig vieeeel Zimt dazugeben). Außerdem war die Familie da und dann gab es auch noch Zitronenkuchen, Lebkuchengewürzkuchen, Schokoladenbrioche und normalen Brioche. Super lecker, super #cinqkilos!




















Jetzt werde ich meine Sachen für morgen herrichten und dann bald ins Bett gehen.

Liebe Grüße,

Eure Mila


Donnerstag, 9. November 2017

Papawochenende, Halloween und Gäste im Haus: meine Ferien

Liebe Menschen da draußen!

Ich hänge schon wieder hinterher mit dem Berichten ... Ich gelobe Besserung!

In der zweiten Ferienwoche ist ein bisschen mehr passiert, als in der ersten.

Das Wochenende in der Mitte der Ferien haben Annaelle und ich bei ihrem Papa verbracht. Samstag Nachmittag waren wir mit zwei Freundinnen in Remiremont bummeln, Samstag Abend waren wir bei Annaelles Opa und Oma väterlicherseits Abendessen. Es gab Fondue und als Nachspeise Mango-Panna-Cotta (seeehr lecker!). Sonst haben wir eigentlich nur gechillt oder Harry Potter geschaut.

Das Mango-Panna-Cotta
An Halloween gab es eine kleine Party bei Clara (wohnt bei Annaelles Vater), es waren ein paar ihrer Freunde da, wir waren geschminkt, verkleidet und sind zu Annaelles Onkel Süßigkeiten "betteln" gewesen. Zum Abendessen gab es Pizza.

Seit Mittwoch hatten wir Gäste im Haus, die allerallerbeste Freundin von Laurence war mit ihrer Tochter Nefertari zu Besuch. Die zwei sind aus Paris und immer, wenn man sich sieht, ist es ein kleines Fest. Donnerstag waren wir in ein paar Läden shoppen (keine Klamottenläden) und es gibt nämlich die Tradition, dass immer, wenn "Tata aus Paris" (die Kinder nennen die jeweilige andere Freundin der Mutter Tante) da ist, man gemeinsam in so einen Laden fährt (mit Büchern, Bastelartikeln etc.) und man sich was aussuchen darf. Ich habe mir vier verschiedene WashiTapes ausgesucht.

Freitag waren wir gemeinsam in "La Bresse". Dort waren wir zunächst sommerrodeln und danach sind wir zu einer kleinen Ausstellung über Kalligraphie gegangen. Dort gab es auch die Möglichkeit mit Feder und Tinte zu schreiben und das haben wir Kinder uns natürlich nicht nehmen lassen.

Die Sommerrodelbahn in La Bresse

Annaelle, Marie und Clara beim Zeichnen mit Feder und Tinte

Mein Blatt
Am Abend sind dann noch zwei Frauen gekommen, ich glaube, dass sind zwei Freundinnen von Laurences Freundin, aber die eine davon (Rumänin, wohnt seit zwei Jahren in Frankreich und kam mit Null Sprachkenntnissen), kannten alle schon.

Am Samstag haben wir Kinder ohne Mütter, Tatas und so weiter etwas unternommen, denn die sind in eine alte Therme gefahren.

Wir waren zunächst bei einer Erstversorgungs-Simulation. Clara und Quentin sind nämlich Sanitäter und an dem Samstag war, so wie ich das verstanden habe, ein Tag der Ausbildung der neuen Sanitäter und wir durften mitwirken. Nefertari hat sich den Fuß "verletzt", Annaelle einen "Stromschlag erlitten" und ich durfte bei einem "Motorradunfall" mit zwei Verletzten die Sanitäter stressen, indem ich als deutsche Touristin lauter Fotos gemacht (gar nicht gut!), die Sanitäter dafür weggestoßen, mit den Opfern geredet ("Ein Lächeln für Instagram bitte! Dieses Foto kommt auf Facebook! Und ach ja, eines brauch ich für meine Mama! Jetzt mal bisschen traurig gucken, damit es echt aussieht!") und lästige Fragen gestellt habe. Clara war bei diesem Einsatz die rassistische Mutter eines der Opfer, der die Sanitäter zu langsam und unsanft waren und die komplett außer sich war ("Wieso warst du mit diesem Schwarzen unterwegs? Auf einem Motorrad? Der Marokkaner nimmt doch Drogen!").

Bei einem anderen Einsatz hat Quentin einen Betrunkenen gespielt und es war zu lustig! Er wollte zum Beispiel unbedingt une canette de Bière (eine Dose Bier), die er natürlich nicht bekommen hat. Wasser wollte er aus dem Bach trinken und Laub als Salat essen. Die Sanitäter sollten für ihn Singen und Tanzen. Als die Sanitäterin am Bauch seine Atmung fühlen wollte, hat er zum einen total gehechelt und danach auf die Bitte, normal zu atmen, nochmals nach einer Dose Bier gefragt ("une canette! une canette! une canette!") und später meinte er: "Pas de canette, pas de respiration!" (Keine Dose, keine Atmung!).

Das Ziel der Einsätze waren zum Beispiel das Erwerben von Routine. Bei meiner Szene ging es darum, die Sanitäter zu stressen (sowohl durch das Gaffen, als auch durch die Mutter und auch durch den erfahrenen Sanitäter, der Zeitdruck gemach hat) und auch passend dazu reagieren (mich erfolgreich wegschicken, die Mutter beschäftigen, mit dem Stress klarkommen). Es hat echt super Spaß gemacht und es war so lustig! Die Fotos darf ich euch nicht veröffentlichen: Opferschutz.

Am Abend sind wir Mädchen (Annaelle, Nef, Marie, Léa und ich) noch nach Epinal gefahren, dort haben wir bei Subway abendgegessen und sind danach Schlittschuhlaufen gegangen.

Ich, Annaelle und Nef

Der Sonntag verlief ruhig (Schlafanzugtag) und am Nachmittag sind unsere Freunde wieder nach Paris gefahren.

Es waren sehr schöne Tage und ich habe mich sehr gefreut, alle kennenzulernen. Meine Ferien sind jetzt leider wieder vorbei und der Schulalltag hat mich wieder eingeholt. Heute ist zum Glück schon wieder Donnerstag, das heißt, morgen Nachmittag/Abend ist Wochenende!

Liebe Grüße,

Eure Mila

Freitag, 27. Oktober 2017

Ja, ist denn schon Weihnachten?!

Liebe Menschen da draußen!

Ich bin gerade ziemlich glücklich. Warum? Es kam ein Päckchen aus der Heimat! Ich liebe Post und so eine besondere noch viel mehr! Das ist bereits das zweite Päckchen, was kam und heute zeige ich euch, womit die gefüllt waren!

Das erste Paket kam Mitte September und enthielt Sachen, die ich vergessen hatte, und noch Kleinigkeiten zu meinem Namenstag. Achja und eine Schultüte!


Die blauen Pralinen waren für meine Gastmutter, die Duschschäume sind für eventuelle Geschenke, denn die gibt es hier anscheinend nicht. Ich habe mich auf jeden Fall riesig darüber gefreut!

Heute kam dann ein zweites Paket. Das sollte eigentlich nur ein Brief sein, aber es war noch eine Überraschung dabei: drei Bücher von Hugendubel, die ich als Bücherscout geschickt bekam. Um die Portokosten auszunutzen, hat meine Mama dann das Paket neben den Büchern noch aufgefüllt. Überraschung gelungen!


Liebe Grüße,

Eure Mila

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Was während der letzten zwei Wochen geschah ...

Liebe Menschen da draußen!

In den letzten zwei Wochen ist bisschen was passiert, darum heute einen Zusammenfassungspost.

Am Samstag, den 14. Oktober, waren wir mit der Familie von Laurences Bruder in einem Restaurant. Ich hatte vegetarische Nudeln mit Gemüse, sehr fein! Als Nachspeise hatte ich einen Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern, dazu Eis, genauso lecker wie das Hauptgericht.



Danach war das Abschlussfeuerwerk des Jahrmarkts. Es war ganz schön schwierig, zu fotografieren, aber ein paar gute Fotos habe ich hinbekommen.


 Am Sonntag war ich mit Laurence, Marie und meiner Gastcousine Pilze sammeln. Wir haben nicht viele gefunden, doch eine Hand voll für jeden hat es gegeben.



Die Woche über ist nichts passiert, außer am Freitag. Dort waren wir Austauschschüler mit "unseren" Franzosen und ein paar anderen Klassen im Kino. Wir haben "Nos patriotes" angeschaut, ein historischer Film, der auf einer wahren Begebenheit basiert. Den Trailer gibt es leider nur auf Französisch, trotzdem stelle ich ihn euch hier hinein:



Der Film war echt eindrucksvoll und manchmal aber auch echt furchtbar anzuschauen. Fun Fact: Ein Deutschlehrer unserer Schule spielt einen deutschen Soldaten. Er hat ein wenig Text und ist sogar im Trailer (0:51 und 1:58) zu sehen. Als er im Film zu sehen war hat das ganze Kino erst mal applaudiert, ebenso als er fertig gespielt hat und als sein Name im Abspann zu sehen war. Es war sehr witzig!

Am Nachmittag hieß es dann Abschied nehmen, von allen anderen deutschen Austauschschülern, denn für sie war der Freitag der letzte Schultag bei uns. Nun bin ich also alleine, bis auf einen anderen Deutschen, mit dem ich aber nicht viel zu tun habe.

Jetzt habe ich zwei Wochen Ferien! Am Dienstag Nachmittag wollten Clara (meine Gastschwester), meine Gastcousine und ich eigentlich ins Museum in Epinal gehen, aber als wir dann dort waren, haben wir festgestellt, dass es geschlossen ist. So haben wir den Nachmittag in der riesigen Biblio- und Mediathek verbracht. Dort gibt es einen Raum, der zwar nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, aber durch ein Fenster besichtigt werden kann, voller alter Bücher! Das ist so toll!


Am Mittwoch waren Clara, meine Gastcousine und ich im Kino und haben "Coexister" angeschaut. Eine französische Komödie, leider auch nicht auf Deutsch übersetzt, trotzdem hier der Trailer:


Es geht (nein, es ist nicht, das, wonach es aussieht 😂) um einen Musikproduzenten, der eine neue Idee liefern muss, wenn er nicht gefeuert werden will. Und er liefert sie: Ein Pfarrer, ein Imam und ein Rabbiner singen zusammen und werden berühmt! Die Umsetzung verläuft nicht ganz pannenfrei und so wurden uns lustige Momente mit guter Musik beschert.


Heute waren Annaelle und ich mit einer ihrer Freundinnen ein wenig in Epinal bummeln und danach sind wir zu der Freundin heimgefahren und haben etwas gechillt.

Nun denn,

Liebe Grüße,

Eure Mila


Samstag, 14. Oktober 2017

Wie ich zu Harry Potter 2.0 wurde ...

Liebe Menschen da draußen!

Alan und Laurence in Eloyes, nahe bei Epinal, waren froh darüber, ein ganz und gar normales deutsches Gastkind zu haben, sehr froh sogar. (Dies hofft das Gastkind zumindest.) Niemand wäre auf die Idee gekommen, es könnte sich in eine merkwürdige und geheimnisvolle Geschichte verstricken, obwohl es mit solchem Unsinn eigentlich schon gerne zu tun haben wollte.
 
Als Alan und Laurence an dem später klaren und milden Dienstag, an dem unsere Geschichte beginnt, die Augen aufschlugen, war an dem noch wolkenverhangenen Himmel draußen kein Vorzeichen der merkwürdigen und geheimnisvollen Dinge zu erkennen, die bald in Epinal geschehen sollten. Alan trank seine Tasse Kaffee und Laurence aß ihr gewöhnliches Frühstück, nachdem er Annaelle und Mila zur Schule gebracht hat und selbst zur Arbeit gefahren ist.



Alle freuten sich schon auf den Abend, an dem es gemeinsam zum Jahrmarkt gehen sollte. Ab 18 Uhr war nämlich der Preis bei den Fahrgeschäften um 50 Prozent gefallen.

Um halb sieben am Abend holte Laurence Mila zu Hause ab und fuhr mit ihr gemeinsam nach Epinal, wo der Rest dann dazustieß. Es war eine muntere und fröhliche Gruppe, die Spaß am Achterbahnfahren hatte.

Doch irgendwann hatte die Familie Hunger und sie gingen zu einem Essensstand. Während Laurence und Alan noch auf das Essen warteten, wollten sich Annaelle, Marie und Mila bereits in das Zelt nebenan setzen. Sie setzten sich in Bewegung und gingen durch den Gang. Im Gegenverkehr war eine kleine Menschenmenge. Einen Moment war Mila nicht klar, was sie tun sollte - dann geschah es. 

Sie entschied sich, nach rechts auszuweichen. Dummerweise war da ein massives Schild, Mila hatte wenig Geschwindigkeit, aber es reichte, um sie mit einer blutenden und schmerzenden Wunde zu versehen.


Von diesem Moment an war sie gezeichnet mit einem strichförmigen Mal an ihrem Kopf.

Liebe Grüße,

Eure Mila 

Inspiriert von "Harry Potter und der Stein der Weisen" von J.K. Rowling

Samstag, 7. Oktober 2017

La fête foraine de la Saint-Maurice – Jahrmarkt in Epinal

Liebe Menschen da draußen,

letzte Woche ist nichts nennenswertes passiert, außer einer Sache, zu der es aber einen extra Post geben wird. 

dieses Wochenende haben Annaelle und ich quasi sturmfreie Bude. Quasi, weil meine Gasteltern über das Wochenende zu einer großen Sitzung von der Arbeit meiner Gastmutter gefahren sind, aber Annaelles Schwester und ihr Freund derweil bei uns wohnen.

In Epinal ist seit zwei Wochen, ungefähr 200 m von meiner Schule entfernt, ein Jahrmarkt "La fête foraine de la Saint-Maurice", umgangssprachlich einfach "la fête". Das ist ziemlich cool, wenn man mal mit Freunden eine Freistunde hat, gehen wir da manchmal hin oder letzten Freitag waren wir noch eine Stunde nach der Schule dort. Es gibt ein paar Fahrgeschäfte, gaaaaanz viele Essensstände, an denen man überall das Gleiche essen kann (aber sehr lecker! Churros, Waffeln, Donuts und Crêpes #cinqkilos ...) und einige Casinostände.

Heute Nachmittag sind wir dann gemeinsam nach Epinal zur "fête" gefahren. Wir haben uns dort ein wenig treiben lassen, sind Achterbahn gelaufen (ein "Haus", das man durchlaufen und verschiedene Hindernisse oder ähnliches bewältigen kann. Hört sich anstrengend an, macht aber total Spaß!), Achterbahn gefahren, haben etwas gegessen und schließlich sind wir wieder nach Hause gefahren.

Ich hatte natürlich wieder meine Kamera dabei, hier ein paar Impressionen!



Ja, man kann dort sogar Fische kaufen beziehungsweise gewinnen ...

Spiegelselfie von Annaelle und mir im Spiegellabyrinth



Liebe Grüße,

Eure Mila

Freitag, 29. September 2017

Lauter gute Noten ... #strebermagkeiner

Liebe Menschen da draußen!

Heute war ich in der Früh mit Mira unterwegs, denn ich hatte zwei Stunden frei, sie hatte zwei Stunden frei, ich ein schlechtes Gewissen, weil ich ihr am Mittwoch so kurzfristig abgesagt hatte, und sie Geburtstag.

Wir waren in der "Pâtisserie du Musée"und haben uns ein Croissant und einen Himbeermacarons geteilt. Seeeehr lecker! #cinqkilos


Nun aber zur Überschrift. Vorgestern haben wir den Mathetest zurückbekommen. Ich war schon nach einer halben Stunde als erste fertig. Der Mathelehrer kam dann zu mir und meinte, dass ich nur einen Fehler hätte. Den habe ich dann korrigiert und mich gefreut, dass sonst alles richtig ist, denn ich habe teilweise nicht mal alles verstanden ... Letztlich habe ich 19 von 20 Notenpunkten bekommen, da ich einen Flüchtigkeitsfehler noch drin hatte, aber ich bin trotzdem unter den Besten der Klasse.

Heute haben wir auch einen Englischtest zurückbekommen, hier war ich mit 17 Notenpunkten auch Klassenbeste. Ich habe auch festgestellt: Schriftlich bin ich besser als mündlich, wobei auch letzteres nachlässt ...

Letzte Woche mussten wir nämlich ein Bild einer Person beschreiben, die wir uns herausgesucht hatten. Man durfte sich auch einen Text schreiben und den auswendig lernen. Ich habe den Test dann freiweillig gemacht, weil ich in Frankreich keine Noten bekomme.

Nun, ich war nicht einmal unter den besten drei, obwohl meine Englischklasse sehr schlecht ist. Ich saß im Test aber auch teilweise dran und hätte alles auf Französisch erzählen können, aber nicht auf Englisch. Sowas nennt man wohl Blackout. Wenigstens hatte ich noch über zehn Punkte, nämlich 13. Sonst wäre es sehr peinlich geworden.


Aber auch im Schriftlichen – ich habe es zwar bemerkt –, denn ein kleines "et" statt einem "and" hatte sich zunächst bei mir eingeschlichen.

Jetzt gibt es Essen, Reste von der Woche, aber Spinatcannelloni!

Liebe Grüße,
Eure Mila

Mittwoch, 27. September 2017

Was wäre, wenn ...?

Liebe Menschen da draußen!

Heute wollte ich eigentlich nach der Schule um 17 Uhr noch bis 18 Uhr etwas mit Mira unternehmen. Kurz davor schreibt mir aber Laurence, dass Annaelle schon früher aus hat und wir schon um 17 Uhr geholt werden. Mit schlechtem Gewissen habe ich ihr abgesagt.

Als wir dann im Auto sitzen und vielleicht eine Minute gefahren sind, denke ich mir: "Vielleicht hat es ja einen Sinn, dass wir früher fahren. Vielleicht wäre um 18 Uhr ja ein Unfall passiert oder irgendwas.

Keine 30 Sekunden später haben wir an einer Kreuzung gehalten und plötzlich rumst es hinten am Auto. Laurence hat sofort nachgeschaut. Ein Junge ist uns mit seinem Fahrrad aufs Auto aufgefahren und hat eine kleine Delle hinterlassen. Der Junge, ohne Helm, hat sich vermutlich auch den Kopf angestoßen.

Ich bin im Auto drin gesessen und habe es erst einmal nicht geglaubt. Im einen Moment denke ich noch "Was wäre, wenn ...?" und Sekunden darauf passiert es.

Man könnte darüber jetzt philosophieren, aber ich lasse euch das jetzt einfach mal so stehen.

Liebe Grüße,

Eure Mila

Sonntag, 24. September 2017

"Be active", Bilder, Bowling, bekannt

Liebe Menschen da draußen!

Okay, verzeiht mir die lächerliche Überschrift, ich wollte lediglich mal was anderes als sonst immer und Alliterationen sind immer gut. Nicht? Na gut.

Mein Wochenende war gechillt. Am Samstag bin ich gegen 9 Uhr aufgewacht, habe ein wenig für den Blog gearbeitet und bin dann gegen 10.30 Uhr aufgestanden. Dann habe ich mein typisches Frühstück (Hafermatsche mit (Back-)Kakao und Banane, sehr lecker!) gefrühstückt und als ich es mir dann gerade wieder in meinem Bett zum Chillen bequem gemacht hatte, wurde ich von Alan gerufen. Annaelle und er wollten nämlich zum Joggen aufbrechen und dann haben sie an mich gedacht und gefragt, ob ich denn mitmöchte. Eigentlich hatte ich keine Lust, aber erstens: "Cinq kilos"! Und zweitens: Als ich am Donnerstag letzte Woche Joggen war, habe ich keine geeignete Route gefunden und bin irgendwo herumgeirrt auf der Suche nach einem schönen Weg. Deshalb dachte ich mir, geh doch mit, dann findest du wenigstens ne gute Route. Die habe ich jetzt auch. Das und der Sport war letztendlich eine gute Entscheidung und somit positiv. Negativ ist, dass ich mir an meinen großen Zehen, an meinem rechten Fußballen und an meinen kleinen Zehen insgesamt fünf Blasen gelaufen habe. Na super!

Am Abend sind wir dann mit der Familie von Laurences Bruder zunächst Abendessen in einem Fastfoodrestaurant und anschließend Bowlen gegangen. Das war ziemlich lustig, ich sag nur "les flèches!" (die Pfeile auf dem Boden der Bowlingbahn). Abgesehen davon bin ich letzte geworden, aber gut, es hat zumindest Spaß gemacht.


Achja, die Bilder. Mir war am Nachmittag langweilig und weil Annaelle sich schon mal fertig gemacht hat für den Abend, habe ich mich auch dezent geschminkt und bei der Gelegenheit gleich noch Fotos von mir gemacht. Die zwei Besten gibt es hier im Blog rechts in der Sidebar und bei "Über mich". Ich finde sie richtig schön!

Heute war ich wieder in der Kirche. Diesmal war es in Arches, eine sehr schöne Kirche, aber sie kam mir noch leerer vor, als letzte Woche schon. Als ich gekommen bin, stand der Pfarrer draußen und hat die Leute begrüßt. Mich hat er gefragt, von welcher Familie ich bin. "Ich bin eine deutsche Austauschschülerin." Am Ende des Gottesdienst vor dem Segen, hat er mich dann öffentlich begrüßt und gefragt, wie lange ich denn bleibe. Jetzt kennt mich die ganze Gemeinde.

Zu Mittag haben wir gegrillt, denn es war echt schönes Wetter. Die Sonne hat geschienen und es war sehr warm. Am Nachmittag habe ich mein Zimmer aufgeräumt, Staub gewischt, Staub und Spinnennetze (bäääh!) gesaugt. Nichts Besonderes also. Ich bin schon wieder viel zu spät noch auf, ich muss morgen nämlich um 6.30 Uhr aufstehen ... Dafür kann ich um 13 Uhr nach Hause, jippiiieeee!

In diesem Sinne eine gute Nacht und

Liebe Grüße,

Eure Mila