Sonntag, 3. September 2017

Salut à la France !

Liebe Menschen da draußen,

endlich, ich bin in Frankreich! Und meine Erwartungen sind jetzt schon übertroffen, doch der Reihe nach:

Ich habe schon die ganzen Ferien über Sachen zusammengetragen, doch ganz gepackt habe ich am Freitag. Meine Mama war ein wenig wütend, weil ich so knapp angefangen habe, Schande über mein Haupt, aber letztlich ist alles gut gelaufen und ich habe kaum etwas vergessen.

Vielleicht war sie auch sauer, weil es zeitweise so aussah ...

Am Samstag sind wir, meine Eltern und meine Schwester, nach der Verabschiedung bei meinen Großeltern um 8.15 Uhr losgefahren. Wir haben eine Route gewählt über Friedrichshafen, wo wir gegen elf Uhr eine kurze Pause beim gelben M gemacht haben (eigentlich nur wegen der Toilette). Später ging es über Freiburg und Mülhausen (schon in Frankreich), wo wir noch ein paar Sachen wie Socken (meine Mama hat sich beschwert, dass meine kaputt seien), französisches Papier und mehrminige Kugelschreiber gekauft haben. Einmal waren wir in einem Stau, der uns eine Stunde gestohlen hat. Gegen 15.30 Uhr waren wir in Ronchamp, die moderne Kirche Notre-Dame-du-Haut besichtigen. Sehr schön, ein Tipp wert. Kostet allerdings Eintritt: für Erwachsene 8 Euro. Der Grund dafür ist, dass die Kirche keine Pfarrei ist, sondern ausschließlich von Spendengeldern und dem Eintritt erhalten wird.

Im Hintergrund sieht man den Himmel weinen, weil ich Deutschland verlasse. Komisch - in Frankreich hat der Himmel auch geweint ...


Mein Papa hat ein Auto gemietet. Er hatte ein Mittelgroßes bestellt und nun das "Kleinste" bekommen, das es gab 😂

Um 18.40 Uhr war es dann so weit: Wir sind in Eloyes angekommen. Wir haben uns alle über das Wiedersehen gefreut. Das Haus ist 100 Jahre alt und, soweit ich das verstanden habe, war es früher eine Käserei. Meine Gastfamilie hat das Haus vor fünf Jahren gekauft und Annaelles Stiefvater, Alan, hat alles selbst renoviert. Und was soll ich sagen? Ich habe alles erwartet, doch nicht das. Mein Zimmer ist ein Traum, seht die Fotos an! Und es hat einen Flauscheteppich 😍. Das Zimmer wurde übrigens von Annaelles großer Schwester Clara, die darin wohnte, bevor sie ausgezogen ist, eingerichtet.




Das Badezimmer ist erst am Samstag fertig geworden und es ist so schön! Und ich meine, es gibt eine Regendusche!

Ich könnte jetzt noch so lange von dem Haus schwärmen und ich glaube, hier halte ich es ein halbes Jahr aus!

Zum Abendessen gab es, nach dem Aperitif mit Champagner für die Erwachsenen und Eistee für uns Kinder und Snacks, eine französische Spezialität, von der ich den Namen nicht mehr weiß (EDIT: Boeuf Bourguignon). Es war Rindfleisch in Soße mit Wein, Karotten und Pilzen. Dazu gab es Nudeln. Danach gab es Salat und Apfeltarte beziehungsweise Mirabellentartelettes mit jeweils einer Kugel Vanilleeis.

Mein Bruder sagt immer, dass ich aus Frankreich mit fünf oder zehn Kilogramm mehr Körpergewicht heimkommen werde. Ich sage dann immer, dass das nicht so sein wird. "Cinq kilos" (= fünf Kilogramm) ist jetzt aber zum geflügelten Wort in meiner Gastfamilie geworden, wenn wir etwas total Gutes essen 😂.

Heute gab es dann einen schönen Brunch und dann galt es, sich zu verabschieden. Ich hatte gar kein Problem damit, mein Papa ein wenig, weil es in seiner Familie gar nicht üblich ist, seine Kinder längere Zeit einfach wegzuschicken. In der Familie meiner Mama dagegen liegt die Reiselust im Blut!

Am frühen Nachmittag sind wir, nachdem wir meine Gastschwester Marie bei einer Freundin abgeliefert haben und Clara bei ihrem Job (Subway), in Epinal gewesen. Dort werde ich ab morgen zur Schule gehen. Diese hat Annaelle mir von außen gezeigt, dann sind wir ein wenig herumspaziert und mir wurden ein paar Sachen gezeigt. Später waren wir bei "Claras" Subway zu Mittag essen, ich sag nur "cinq kilos", und danach sind wir zu Annaelles Großeltern gefahren, bis wir noch ein wenig bei Elsa, Annaelles bester Freundin verweilt haben. Da war vielleicht was los! In der Familie gibt es drei Mädchen. Zwei davon hatten eine Freundin zu Besuch (eine davon war Marie, meine Gastschwester). Die beiden Eltern waren da, Annaelle, Annaelles Mama, ich und dann sind noch die Eltern von der einen Freundin gekommen. Alle haben durcheinander geredet und gelacht und ich, naja: "J'ai compris rien." (= Ich habe nichts verstanden.)

Zum Abendessen gab es Reste von gestern und nun falle ich ein wenig müde ins Bett. Morgen ist schließlich mein erster Schultag, da muss ich fit sein! Zum Glück muss ich erst um 9 Uhr dort sein ...

Liebe Grüße,

Eure Mila


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